Advertisement

Erzähltheoretische Kategorien: Die Rhetorik des kollektiven Gedächtnisses

  • Astrid Erll
Chapter
  • 7.1k Downloads

Zusammenfassung

In diesem Kapitel geht es um eine erzähltheoretische Annäherung an Literatur als Medium des kollektiven Gedächtnisses. Die vorgestellten Kategorien eignen sich daher insbesondere zur Untersuchung von fiktionalisierten Biographien, Autobiographien und Memoiren, von historischen Romanen und Zeitromanen, von der Vergangenheitsdarstellung in Novellen und short stories, aber auch zur Analyse und Interpretation narrativer Elemente in Balladen oder Dramen, die auf kollektives Gedächtnis bezogen sind. Auch mit Blick auf weitere Medien, die narrative Vergangenheitsfiktionen entwerfen (etwa Historienfilme, Comics), kann von einer Gedächtnisrhetorik die Rede sein. Weil das Verhältnis von literarischer Form und gedächtnismedialer Funktion stets nur im Kontext konkreter Erinnerungskulturen betrachtet werden kann, es also nicht stabil ist, sondern sich von Kultur zu Kultur sowie im Laufe der Zeit wandelt, können in diesem Kapitel keine Patentrezepte zur Untersuchung von Fiktionen des kollektiven Gedächtnisses angeboten, sondern lediglich flexible Kategorien einer stark kontextorientierten ›erinnerungshistorischen Narratologie‹ aufgezeigt werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2017

Authors and Affiliations

  • Astrid Erll
    • 1
  1. 1.Goethe-UniversitätFrankfurt

Personalised recommendations