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Nachhaltigkeit. Transformation, Governance, Gerechtigkeit

  • Felix Ekardt

Zusammenfassung

Nachhaltigkeit ist seit einiger Zeit ein Hauptbegriff der internationalen politischen Debatte, doch wird darunter zuweilen recht Unterschiedliches verstanden. Definitionen, also die schlichte sprachliche Bezeichnung eines Sachverhalts, sind dabei naturgemäß letztlich beliebig — im Gegensatz zu erkennbaren und damit gerade nicht beliebigen Inhalten. Nachhaltigkeit bezeichnet nach vorliegend vertretener Auffassung definitorisch die politische/ethische/rechtliche Forderung nach mehr intertemporaler und globaler Gerechtigkeit, also die Forderung nach dauerhaft und global durchhaltbaren Lebens- und Wirtschaftsweisen. Gemeint ist ergo die Forderung nach intertemporaler und global-grenzüberschreitender Gerechtigkeit (nicht zu verwechseln mit universaler Gerechtigkeit, also Prinzipien für das Zusammenleben in allen Gesellschaften). Gerechtigkeit sei hier definitorisch verstanden als die Richtigkeit der Ordnung des menschlichen Zusammenlebens (so wie Wahrheit das Zutreffen von Tatsachenaussagen meint); soziale Verteilungsgerechtigkeit als Kategorie materieller Verteilungsfragen ist davon nur ein Teilelement.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

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  • Felix Ekardt

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