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Marsilio Ficino: Mikrokosmische Anthropologie und Poetik

  • Ulrich Gaier

Zussamenfassung

Mit der Einnahme Konstantinopels durch die Türken 1453 begann eine der folgenreichsten Epochen der europäischen Geistesgeschichte: sämtliche Dialoge Platons und Werke anderer Philosophen der Antike wurden von den oströmischen Gelehrten nach Italien gebracht und konnten erstmals nach dem Original aus dem Griechischen ins Lateinische übersetzt und kommentiert werden. Cosimo de’Medici, mächtiger Bankier und Herrscher in Florenz, beauftragte 1456 den 23jährigen Philosophen Marsilio Ficino( 1433–1499), Griechisch zu lernen, Platon und andere Autoren zu übersetzen. Er stellte ihm 1462 in Careggi ein Haus zwecks Einrichtung einer Platonischen Akademie zur Verfügung, in dem bedeutende Philosophen, Künstler, Architekten, Musiker des Frühhumanismus1 zusammenkamen, um die von Cosimo in Auftrag gegebenen Übersetzungen zu diskutieren. Sie standen zugleich mit einer großen Zahl europäischer Gelehrter und mit den Protagonisten des Buchdrucks in meist brieflichem Kontakt; so war für die Verbreitung der neuen Erkenntnisse gesorgt.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2017

Authors and Affiliations

  • Ulrich Gaier
    • 1
  1. 1.Universität KonstanzKonstanz

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