Europäisches Drama

  • Ulrich Gaier

Zussamenfassung

Im 17. Jahrhundert hatten auf englischer Seite Shakespeare, auf französischer Corneille und Racine, auf deutscher Seite Gryphius und Lohenstein die Bühne beherrscht. Das waren bei Shakespeare Weltspiele, von denen jedes seine eigenen Regeln hatte, bei den französischen Dichtern sorgte die Académie française dafür, dass die pseudoaristotelischen Regeln eingehalten wurden, und bei Gryphius und Lohenstein gaben Emblematik oder Allegorie die Regeln vor. Außerdem schrieb Gryphius keine Tragödien, sondern Trauerspiele – während in der Tragödie der Held am unlösbaren Konflikt zweier Gesetzmäßigkeiten zugrunde geht, bezahlt der Held des Trauerspiels den Sieg seiner Überzeugung zwar mit dem Leben, aber die siegreiche Überzeugung erhält ein bleibendes Denkmal, sei es das Christentum wie bei Catharina von Georgien, sei es Recht und Gerechtigkeit wie bei Papinian.

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Authors and Affiliations

  • Ulrich Gaier
    • 1
  1. 1.Universität KonstanzKonstanz

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