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Journalismus und seine Theorien: Positionen der Forschung

  • Dagmar Lorenz
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Die akademisch institutionalisierte Reflexion über Journalismus kann bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgt werden, als sich im deutschsprachigen Raum erste Zeitungskollegien an den Universitäten gründeten. Ein solches Zeitungskolleg leitete etwa August Ludwig von Schlözer, der Staatsrechtslehre an der Universität in Göttingen lehrte und ein Buch über die Kunst, Zeitungen zu lesen (1777) verfasste. Schlözer beabsichtigte einerseits, die eingehenden Staatsrechts-Materialien auf dem jeweils aktuellen Stand zu halten, andererseits war es ihm um die kritische Prüfung der (Nachrichten-)Quellen zu tun (vgl. Blöbaum 1994). Dabei zeigte er sich dem aufklärerischen Geist seiner Epoche verpflichtet, in der Schriftsteller und Intellektuelle wie Karl Philipp Moritz in ihren Schriften über das Ideal einer vollkommenen Zeitung (1784) oder Über Zeitungen (Joachim von Schwarzkopf, 1795) räsonierten (s. auch Kap. 3). Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang auch die Betrachtungen zur Geschichte des deutschen Journalismus von Robert E. Prutz (1845), die den »Journalismus als Totalität, in welcher Politik und Literatur nur verschiedene Formen Eines Inhalts sind« charakterisierten (Prutz 1845, 60), und ihn als Ausdruck einer (politisch verstandenen) öffentlichen Meinung sahen (vgl. ebd., 19).

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2009

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  • Dagmar Lorenz

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