Advertisement

Ekel

Chapter
  • 578 Downloads

Zusammenfassung

Auf den ersten Blick scheint es, als gehe der Ekel mit so heftigen leiblichen Reaktionen einher, dass sich die Frage stellt, ob er sich von einem bloßen Würgereflex oder von anderen Empfindungen wie Hunger, Durst, Wärmeempfindungen, Lust und Schmerz unterscheidet. Ist es überhaupt gerechtfertigt, ihn als Gefühl oder Emotion zu bezeichnen? Gefühle sind im Unterschied zu Empfindungen auf etwas gerichtet; sie weisen einen Verdichtungsbereich und einen Verankerungspunkt auf. Emotionen haben einen intentionalen Gehalt, der sich meistens adäquat explizieren lässt (in diesem Sinne können sie propositional verfasst sein), während dies für das leibliche Spüren wie auch für die Empfindungen nicht im gleichen Ausmaß gilt. Der Frage nach dem intentionalen Gehalt des Ekels wird in diesem Kapitel besondere Aufmerksamkeit gewidmet, damit deutlich wird, warum Ekel als Gefühl angesehen werden muss und nicht lediglich eine Empfindung darstellt.1

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Angyal, Andras: »Disgust and related Aversions«, in: Journal of Abnormal and Social Psychology 36 (1941), 393–412.CrossRefGoogle Scholar
  2. Eggebrecht, Harald: »Ekeltöne«, in: Ekel und Allergie. Kursbuch 129, Berlin 1997, 145–151.Google Scholar
  3. Kolnai, Aurel: »Der Ekel«, in: Jahrbuch für Philosophie und phänomenologische Forschung Band X (1929), 516–569 (ND Tübingen 1974, 119–173).Google Scholar
  4. Liessmann, Konrad Paul: »›Ekel! Ekel! Ekel! — Wehe mir!‹ Eine kleine Philosophie des Abscheus«, in: Ekel und Allergie. Kursbuch 129, Berlin 1997, 101–110.Google Scholar
  5. Menninghaus, Winfried: Ekel. Theorie und Geschichte einer starken Empfindung, Frankfurt a.M. 1999.Google Scholar
  6. Miller, Susan B.: Disgust: The Gatekeeper Emotion, Hillsdale 2004.Google Scholar
  7. Pernlochner-Kübler, Christine: Körperscham und Ekel — wesentlich menschliche Gefühle, Münster 2004.Google Scholar
  8. Royzman, Edward B./Sabini, John: »Something it Takes to be an Emotion: The Interesting Case of Disgust«, in: Journal for the Theory of Social Behaviour 31/1 (2001), 29–59.CrossRefGoogle Scholar
  9. Rozin, Paul/Millman, Linda/Nemeroff, Carol: »Operation of the Laws of sympathetic Magic in Disgust and other Domains«, in: Journal of Personality and Social Psychology 50 (1986), 703–712.CrossRefGoogle Scholar
  10. Rozin, Paul/Haidt, Jonathan/McCauley, Clark R.: »Disgust«, in: Handbook of Emotions, hg. von Michael Lewis/Jeannette M. Haviland-Jones, New York 22004, 637–653.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2007

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations