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Statt einer conclusio

  • Jürgen Grimm

Zusammenfassung

Am Ende dieses langen Parcours durch das ›siècle classique‹ kann nicht das Ziel stehen, ›le long XVIIe siècle‹ in der Vielfalt seiner Epochen und Erscheinungen auf griffige Formeln und simplifizierende Begriffe zu reduzieren. Im einleitenden Kapitel wurde bereits darauf hingewiesen, dass seine Einheit in der Vielfalt zu sehen ist, dass ›diversité‹ es ebenso charakterisiert wie ›cohérence‹, wobei letztere insbesondere durch ›le long règne de Louis XIV‹ garantiert wird — zumindest in dynastischer Perspektive. Doch auch das ›siècle de Louis le Grand‹ hat sich unter den vielfältigen Blickwinkeln, unter denen es hier betrachtet wurde, als eine eher heterogene Einheit innerhalb des 17. Jahrhunderts präsentiert. Auf die scheinbar zentrale Frage: »Grand roi? Grand règne? Grand siècle?« hatte Goubert aus historiographischer Sicht lapidar geantwortet: »Prononcer la sentence n’appartient pas à l’historien. Il doit seulement signaler que ni le monarque ni le royaume n’étaient les mêmes en 1661, 1688, 1715.«1 Nichts anderes als dies konnte hier in der Fokussierung auf wesentliche Aspekte gezeigt werden. Gerade darin liegt die übergreifende Erkenntnis, die aus der Zusammenschau der vielen Facetten des 17. Jahrhunderts resultiert: dass das lange, vermeintlich einheitliche ›siècle classique‹ sich in ständigem Wandel befindet.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2005

Authors and Affiliations

  • Jürgen Grimm
    • 1
  1. 1.Romanischen SeminarUniversität MünsterDeutschland

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