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Die biblischen Grundlagen des jüdischen Monotheismus

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Zusammenfassung

Die älteste der drei monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) führt ihren Ursprung auf Abraham zurück. Kraft der an ihn ergangenen göttlichen Verheißung, es werde zu einem großen Volk (Gen 12, 2) gemacht werden, ist Abraham der Stammvater der Juden; aufgrund seines bedingungslosen Glaubens gilt er gleichsam als Entdecker des Monotheismus. Der eigentliche Religionsstifter jedoch ist Moses, der die israelitischen Stämme aus der ägyptischen Gefangenschaft führt. Am Berg Sinai schließt Moses im Namen des Volkes einen Bund mit dem sich offenbarenden Gott. Das entscheidend Neue des Offenbarungsgedankens besteht darin, daß Gott sich in Geboten als Gebieter des Volkes Israel zu erkennen gibt und — allgemeiner gesprochen — als ethische Instanz in ein Verhältnis zum Menschen tritt. Indem Gott sich in der Geschichte offenbart, ist er transzendent, d.h. er unterscheidet sich von allem innerweltlichen und natürlichen Geschehen. Diese Transzendenz Gottes (vgl. Cohen 31995, S. 41–57), seine ontologische Verschiedenheit von der Welt, ist die Bedingung für sein Verhältnis zum Menschen. Die Frage nach dem Wesen dieses Verhältnisses, nach dem richtigen Verständnis des Bundes, ist für das Judentum Mittelpunkt des religiösen Selbstverständnisses. Dieses soll einleitend in einigen zentralen Momenten dargestellt werden.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

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