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Religionsphilosophie und Aufklärung

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Zusammenfassung

Die Anfänge der Religionsphilosophie als einer eigenständigen, weitgehend am Christentum orientierten philosophischen Disziplin liegen am Ende des 18. Jhs. Bei den in diesem Kapitel versammelten Denkern, die auf die weitere Entwicklung des religionsphilosophischen Denkens maßgeblich Einfluß genommen haben, kann jedoch von einer solchen Eigenständigkeit nur unter Vorbehalten gesprochen werden. Die Tatsache, daß vor allem bei Kant und den Deutschen Idealisten die religionsphilosophische Thematik gesondert behandelt wird und damit als eine spezielle Anwendung und Durchführung des philosophischen Denkens erscheint, besagt noch nichts über Relevanz der religionsphilosophischen Fragestellung. Auch die Feststellung, daß die jeweiligen religionsphilosophischen Positionen von den eigentlich philosophischen Positionen abhängen, ist zunächst kaum mehr als ein Gemeinplatz. Sie tangiert kaum die entscheidende Problematik, die sich im religionsphilosophischen Denken dieses Zeitabschnitts verbirgt. Diese Problematik, die als prinzipielle Gemeinsamkeit dieser doch so unterschiedlichen und einander gar widerstreitenden Philosophien angesehen werden kann, liegt darin, daß in der religionsphilosophischen Lehre das eigentlich philosophische Anliegen und Selbstverständnis dieser Denker in Problemgehalt und Lösungsansatz mit besonderer Deutlichkeit hervortritt (vgl. Cassirer 1932, S. 178ff.). Das gilt auch für Schleiermacher und Kierkegaard, die, obwohl man ihr Denken eher theologisch als philosophisch auffassen kann, ein philosophisches Anliegen und Selbstverständnis vertreten.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

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