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Christliche Religionsphilosophie bis zur Aufklärung

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Zusammenfassung

Obwohl eine ihrem Selbstverständnis nach genuin und autonom philosophische Reflexion der Religion sich erst im Laufe der Neuzeit entwickelt hat, gehören die antike und mittelalterliche Philosophie und Theologie zu deren Vorgeschichte, ohne die sich die nachfolgende Entwicklung nicht verstehen läßt. Eine Darstellung der gesamten mittelalterlichen Philosophie einschließlich ihrer antiken Wurzeln kann hier nicht einmal in Form eines kurzen Überblicks erfolgen. Ein solches Vorhaben würde nicht nur das Konzept des vorliegenden Bandes sprengen, sondern erübrigt sich auch angesichts einer Reihe sehr guter bereits vorliegender Darstellungen. Zunächst seien hier die Handbücher von Schulthess/Imbach (1996) und Kurt Flasch (1986) genannt. Sie verdeutlichen, daß der Begriff der Philosophie im Mittelalter sehr uneinheitlich und widersprüchlich auftritt, je nachdem, aus welchem geschichtlichen Blickwinkel heraus er betrachtet wird (vgl. Schulthess/Imbach 1996, S. 17ff.). Andere hervorragende Darstellungen des Mittelalters befassen sich mit einem weiteren Problem dieser Epoche, der Einschätzung der Mystik des Mittelalters und ihrer Zuordnung zur Philosophie und Theologie. So haben in jüngster Zeit Peter Dinzelbacher (1994), Kurt Ruh (1990ff.) und Bernard McGinn (1994ff.) umfassende Darstellungen und Studien zu diesem Komplex vorgelegt und dabei die hohe philosophische Bedeutung der Mystik auch in ihrer Wirkungsgeschichte deutlich gemacht. Für die philosophische Vertiefung, die noch im Bereich der gedanklichen Hinführung bleibt, kann auf Werner Beierwaltes (Denken des Einen, 1985) hingewiesen werden. Zu solchen durchaus auch als Lehrbücher zu verstehende Arbeiten kann und will der vorliegende Band nicht in Konkurrenz treten. Wenn hier also von mittelalterlicher Philosophie gesprochen wird, dann steht der wirkungsgeschichtliche Aspekt der bekannten philosophischen Ansätze im Vordergrund.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

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