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Wunder und Spezialeffekt

Heinrich von Kleists ›Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik‹
  • Christiane Arndt

Zusammenfassung

Die Vielzahl komplexer, umfassender und argumentativ überzeugender Lektüren von Kleists Novelle ›Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik‹ treibt die Suche nach einem Schlüssel, einer Deutung um, mit der die »zauberischen Zeichen« (BKA II/5, 101)1 – so die texteigene Formulierung, die auch den Text selbst beschreibt – zu lesen sind.2 Die Deutung der »Legende«, die Anleitung für dieses ›zu Lesende‹, entsprechend dem Untertitel des Textes, etabliert sich als Aufforderung an die Disziplin, ihrerseits eine Legende im Sinne einer erklärenden Hilfestellung für das zu Lesende zu generieren, eine Legende zur Legende, die Zeichenerklärung der Wundererzählung. Die folgende Lektüre integriert die divergierenden Deutungsansätze, indem sie die Unmöglichkeit einer Entscheidung für Wunder oder Spezialeffekt als religionsphilosophische Aussage des Textes offenlegt. Dabei verfolgt die Lektüre einen kulturgeschichtlichen Ansatz, der sich aus den Verweisen auf musikhistorische, mediengeschichtliche und philosophische Kontexte begründet, die die Novelle aufruft.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2016

Authors and Affiliations

  • Christiane Arndt

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