Balancen des Rechts

  • Monika Meister

Zusammenfassung

Der nunmehr 15. Band der nicht nur für die Literaturwissenschaft verdienstvollen, von Ortrud Gutjahr herausgegebenen Reihe ›Theater und Universität im Gespräch‹ widmet sich Heinrich von Kleists 1808 uraufgeführtem Lustspiel ›Der zerbrochne Krug‹ in der Inszenierung Bastian Krafts 2012 am Hamburger Thalia Theater. Versammelt sind hier – neben einem Überblick zur Werk- und Aufführungsgeschichte – die im April 2013 im Rahmen eines Symposiums gehaltenen Vorträge und Diskussionen, welche um die Deutungen der Handlung und ihrer Figuren, der Sprache und des Rechtsdiskurses in Hinblick auf die Inszenierung kreisen. Die im Untertitel der Publikation apostrophierten »Balancen des Rechts« verweisen auf die höchst brüchigen Ordnungen des Rechts und auf die Praxis seiner Vollzieher, darüber hinaus auch auf jenen Versuch des beständigen Austarierens der Wahrheit, der dieses Lustspiel kennzeichnet. Die lange und widersprüchliche Interpretationsgeschichte des ›Zerbrochnen Krugs‹ fordert zu immer neuen Lesarten heraus, deren theatrale Transformationen die Unordnung der Dinge und die vielfach verzerrten Figurationen der Rede und Gegenrede szenisch wahrnehmbar machen. Dass auch dieser Text Kleists nicht zu Ende zu spielen ist, wird in allen Beiträgen deutlich.

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  • Monika Meister

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