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Wie aus einem I-A ein ja wird

Rede zur Verleihung des Kleist-Preises an Monika Rinck am 22. November 2015
  • Günter Blamberger

Zusammenfassung

Kleist ist auf Reisen, in Butzbach bei Frankfurt am Main, im Sommer 1801. Er sitzt mit seiner Schwester in einer Kutsche, ein Esel schreit, die Pferde gehen durch. Kleist versucht die Zügel in die Hand zu nehmen, vergeblich, die Kutsche stürzt und zerbricht, die Geschwister aber bleiben unverletzt. »Also an ein Eselsgeschrei hieng ein Menschenleben?«, schreibt Kleist später an seine Verlobte Wilhelmine (DKV IV, 243).1 Eine Frage aus einem Brief. Wie man so plötzlich und sinnlos aus dem Leben gerissen werden kann, mit 23 Jahren, so dass das Leben Fragment bleibt? Mehrfach haben wir diese Frage gerade gehört, mehrfach werden wir sie noch hören.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2016

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  • Günter Blamberger

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