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Einleitung

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Zusammenfassung

Sie hatte gar keine Stimme; aber sie wußte so schön mit ihrem Atem umzugehen und eine wahrhaftigen weibliche Seele durch ihn so wundervoll tönend ausströmen zu lassen, daß man dabei weder an Singen, noch an Stimme dachte! Außerdem verstand sie es, einen Komponisten dazu anzuleiten, wie er zu komponieren habe, wenn es der Mühe wert sein solle, von einem solchen Weibe ‘gesungen’ zu werden.1

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Notizen

  1. 1.
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    Ein Beispiel für eine objektivere Darstellungsform ist Jens Malte Fischer: Große Stimmen. Von Enrico Caruso bis Jessye Norman. Stuttgart: Metzler 1993; 2Frankfurt: Suhrkamp 1995. Fischer schreibt über Birgit Nilsson (*1918) „die dominierende Brünnhilde und Isolde der fünfziger und sechziger Jahre, entsprach noch weitgehend dem älteren Ideal. Ohne ihre sprichwörtliche Zuverlässigkeit, unerschütterliche Gesundheit und unverwüstliche Stimmkraft hätte das Wagner-Repertoire seine Weltgeltung in jenen Jahrzehnten schon aus praktischen Gründen nicht erlangen können — es ist wohl nicht übertrieben, das zu behaupten.“ S. 258. Im Anhang seines Sängerlexikons gibt Jens Malte Fischer einen knappen Überblick über die einschlägige Literatur und ein kleines Glossar gesangstechnischer Begriffe, die auch eine sachgerechte Einfühlung in die technischen Vorgänge des Singens erkennen lassen, welche die Basis eines kompetenten ästhetischen Urteils über Stimmen und Gesang ist. Stuttgart: Metzler 1993.Google Scholar
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