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Die unreduzierbare Materialität der Sprache

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Zusammenfassung

Denidas philosophisches Denken entzündet sich an Husserls Krisisschrift, die ich hier bereits in ihrer Ambivalenz vorgeführt habe.1 Damit meine ich folgendes: in der Krisis ist Husserl auf dem Weg, seine Transzendentalphilosophie nicht nur zu erweitern, sondern vielmehr an deren Grenzen zu stoßen. Dies geschieht dadurch, daß die Lebenswelt zum transzendentalphilosophischen Thema wird. Dabei geht es nicht mehr lediglich um Gegenstände, sondern um Welt, um den Horizont von Gegenständlichkeit überhaupt. Diese Welt ist stets schon sinnvoll strukturiert, bevor wir uns dessen reflexiv bewußt werden. Der Rekurs auf den Ursprungssinn könnte mit einer Faktizität konfrontieren, die den Rahmen transzendentalen Denkens zu sprengen vermag. Husserl gelingt es jedoch, diese Faktizität zu bannen und die Lebenswelt so der Transzendentalphilosophie einzugliedern. Die nachhusserlsche Phänomenologie hat sich an dieser Öffnung eines prinzipiell abgeschlossenen philosophischen Denkens festgemacht. Dies habe ich gezeigt anhand der Phänomenologie Heideggers und dessen Analysen zum Daseinsbegriff, sowie anhand der französischen Phänomenologie Merleau-Pontys, die dem leiblichen Verankertsein in der Welt philosophische Bedeutung einräumt.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1996

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