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Die Sache selbst und ihr Paradox

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Zusammenfassung

Nähern wir uns den methodologischen Problemen der Phänomenologie langsam, indem wir uns zunächst deren Schlachtruf “Zu den Sachen selbst!” zuwenden. Der Schlachtruf war unter anderem gegen den Konstruktivismus der Neokantianer gerichtet, der zu jener Zeit herrschenden Erkenntnistheorie. Gemeint ist mit dem Ruf zur Sache selbst die Hinwendung zu dem, was sich einem unvoreingenommenen Blick gibt. Die Phänomenologie will vorurteilslos beginnen. Wie dies methodisch erreicht wird, hat Husserl während der verschiedenen Phasen seines Denkens unterschiedlich gelöst: zunächst im Rahmen eidetischen, später transzendentalen Forschens. Für ersteres sei hier die bereits erörterte programmatische Schrift “Philosophie als strenge Wissenschaft” abgehandelt, für letzteres Die Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie (im folgenden als Ideen I).

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Endnoten

  1. 1.
    Siehe dazu beispielsweise Oskar Becker, der sich zu den Erörterungen aus “Philosophie als strenge Wissenschaft” folgendermaßen äußert: “Im Verlauf dieser Erörterungen,…, entwickelt sich immer deutlicher der Gedanke der phänomenologischen Reduktion, der eigentümlichen Voraussetzungslosigkeit und trotzdem Konkretheit der Phänomenologie — ein Gedanke, der dann in den Ideen von 1913 in systematisch strenger Weise dargestellt wird.” (1973,153; Sperrdruck entfallen, KM.)Google Scholar
  2. 5.
    Siehe dazu beispielsweise Walter Biemel: “Insofern als nun Husserls Parole — die heute großen Widerhall findet — ‘zu den Sachen selbst’ lautet, müßte man annehmen, daß diese den Sachen unmittelbar zugewendete Einstellung die eigentlich phänomenologische ist. Mitnichten. Die natürliche Einstellung muß überwunden werden, wenn wir zu Phänomenologie vordringen wollen — …” (1973,290)Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1996

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