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Jean Paul pp 43-49 | Cite as

Der sorites als literarische Form der Philosophie

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Zusammenfassung

Wie die vorhergehenden Kapitel zeigen konnten, ist das Lesen Jean Pauls keine einfache Sache. Denn beginnt man nur mit einem Satz über ihn, dann muß man sofort ein Gegen-Satz folgen lassen. Ein “Spiritualist”? Ja, aber auch kein Spiritist, sondern ein Realist. Erkenntnistheoretische Reflexionen? Ja, aber in pragmatischem Interesse. Dieses ständige “Ja-aber” zermürbt nicht nur einen neugierigen Leser, sondern auch den ihn Einfürenden. Doch nach der notwendig langwierigen Exposition der philosophischen Basis, stellt sich die weiter folgende Frage nach einer Logik des Herzens als kurzweilige Angelegenheit dar. Hierzu muß man nicht in trockenen philosophischen Texten stöbern. Diese Frage zeigt sich schon im trivialen literarischen Milieu. Denn wenn am Anfang eines Jean Paulschen Romans ein Sofa als grünes prädiziert wurde, am Ende aber als rotes erscheint, dann schüttelt nicht nur der Philosoph den Kopf. Es ist übrigens nicht wichtig, in welchem Roman das gewesen sein soll, ob es ein Sofa oder ein Stuhl war oder ob es sich nur um eine gelungene Einleitungsfiktion handelt, — denn alle Romane Jean Pauls funktionieren nach diesem Prinzip.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1995

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