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Jean Paul pp 343-373 | Cite as

Argumentation und ästhetischer Text

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Zusammenfassung

Abstract. Will man Texte, die allgemein ästhetisch eingeschätzt werden, auf einen möglichen argumentativen Anspruch hin lesen, so muß zuvor die terminologische Beziehung zwischen “ästhetischen” und “apophantischen” Äußerungen” geklärt sein. Denn die Philosophie setzt zwar in unterschiedlichen Weisen die Begriffe des Apophantischen und Ästhetischen einander entgegen. Aber es ist nicht klar, ob es sich dabei um eine kontradiktorische, konträre, polare oder gar neutrale Relation handelt. Auch erfolgt durch die bloße Setzung des Ästhetischen als Nicht-Apophantischem nicht dessen substantielle Klärung. Als methodologischer Leitfaden wird im folgenden die Theorie der Sprechakte gewählt. Denn sie stellt den besten aller möglichen Einwände gegen eine argumentative Lesart ästhetisch eingeschätzter Texte dar. Diese Theorie wird also hypothetisch, nicht aber dogmatisch gesetzt; Folgerungen aus ihr werden als aporetisch erwiesen, — daraus schließe man aber nicht auf die Aporie der Konstruktion als solcher. Denn läßt sich aus dieser strengen Theorie immanent folgern, daß der Begriff der Argumentation nicht auf propositionale Formen beschränkt sein kann, so werden alle schwächeren Gegenargumentationen hinfällig. Zunächst muß gezeigt werden, daß eine Argumentation mit Mitteln der Sprechakttheorie überhaupt operational gefaßt werden kann (17.1). Als Konsequenz ergibt sich, daß propositionale Rede eine notwendige, nicht aber eine hinreichende Bedingung von Argumentation darstellt (17.2).

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1995

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