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Text — Leser — Wirklichkeit: Rezeptionsästhetische Analyse

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Zusammenfassung

Die literaturwissenschaftliche Rezeptionstheorie untersucht die Beziehungen und Determinationsfaktoren im Verhältnis Text — Leser — Wirklichkeit. Sie fragt danach, wer warum wie versteht und erarbeitet Kriterien und Verfahren für eine an den tatsächlichen oder potentiellen Wirkungen der Literatur interessierte Analyse. Aufgrund dieser Orientierung auf funktionale Zusammenhänge, d. h. auf die Voraussetzungen und Folgen der Sinnkonstitution im Rezeptionsvorgang, unterscheidet sich die seit den 60er Jahren entwickelte neuere Rezeptionsforschung vom literaturwissenschaftlichen Strukturalismus, dem sie, ebenso wie der phänomenologischen Literaturwissenschaft, zahlreiche grundlegende Einsichten verdankt. Rezeptionsästhetische Analyse, wie sie im folgenden skizziert werden soll, ist fundiert in einer Theorie sozialen, genauer: kommunikativen Handelns. Sie fragt aus der Perspektive des realen Lesers bzw. Lesepublikums einerseits nach dem »Nutzen der Literatur« (H. D. Zimmermann) für ihre Leser, andererseits nach deren konkreten Lese-Interessen und Rezeptionsvoraussetzungen. Rezeptionsanalyse begreift und deutet die Struktur literarischer Texte als wirkungsbezogene Strategie und setzt diese ins Verhältnis zu der besonderen, für die Sinnkonstitution unentbehrlichen Aufgabe und Leistung der Rezipienten.

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