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Minnesang pp 62-72 | Cite as

Editionen mhd. Minnelyrik des 12. und 13. Jh.s

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Zusammenfassung

Die Editionsgeschichte des Minnesangs beginnt recht eigentlich mit ›Gesamtausgaben‹, welche den Text einer bestimmten Handschrift mit gelegentlichen Besserungen wiedergeben. Die älteste dieser Gesamtausgaben stammt von den Züricher Literaturforschern Johann Jakob Bodmer und Johann Jakob Breitinger, welche erstmals alle Texte der Großen Heidelberger Liederhs. C (damals noch ›Pariser Hs.‹) veröffentlichten:

Sammlung von Minnesingern aus dem schwäbischen Zeitpuncte, CXL Dichter enthaltend; durch Ruedger Manessen, weiland des Rathes der uralten Zyrich, aus der Handschrift der königlich-französischen Bibliothek hg. Bd. 1 Zyrich 1758, Bd. 2 Zyrich 1759.

Vorher hatten beide schon eine Auswahl publiziert:

Proben der alten schwäbischen Poesie des Dreyzehnten Jahrhunderts. Aus der Maneßischen Sammlung. Zürich 1748.(ausgewählte Strophen von 81 Autoren).

Die bis heute umfassendste Zusammenstellung von Minnelyrik aus allen damals bekannten Quellen lieferte der erste Inhaber eines germanistischen Lehrstuhles (in Berlin), Friedrich Heinrich von der Hagen:

Minnesinger. Dt. Liederdichter des 12., 13. und 14. Jh.s aus allen bekannten Handschriften und früheren Drucken gesammelt und berichtigt, mit den Lesarten derselben, Geschichte des Lebens der Dichter und ihrer Werke, Sangweisen der Lieder, Reimverzeichnis der Anfänge und Abbildungen sämmtlicher Handschriften. 5 Teile in 4 Bänden und ein Atlas. Tl. 1–4 Leipzig 1838, Tl. 5 u. Atlas Berlin 1856 (MSH; unveränderter Nachdr. 1963).

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Literatur

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