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Minnesang pp 1-34 | Cite as

Überlieferung

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Zusammenfassung

Die mhd. Lyrik ist in rund 40 handschriftlichen Zeugnissen überliefert, von denen über die Hälfte allerdings nur fragmentarisch erhalten ist. Die Überlieferung setzt kurz vor 1300 ein und reicht bis ins 15.Jh. Neben selbständigen Lyrikhandschriften größeren oder kleineren Umfangs, wie v.a. den Handschriften A, B und C* (dem sog. Großen ABC der Minnesangüberlieferung), gibt es längere Minnesang-Einträge in Handschriften, welche im wesentlichen andere Textsorten enthalten, z.B. Hs. E mit zwei lyrischen Dichtersammlungen neben didaktischen und epischen Texten. Davon zu trennen ist die sog. Streu-Überlieferung, d.h. Einträge einzelner Gedichte oder kurzer Gedichtfolgen in Handschriften mit anderen Textsorten, z.B. Spruchdichtung (Hs. D, J), in Epik-Handschriften (Hs. G, i) oder lat. Handschriften (Hs. M, N, p). Gelegentlich finden sich auch umfangreichere Sammlungen eines Lyrikers, die erst nachträglich mit anderen Handschriften zu einem Faszikel zusammengebunden wurden (Neidhart, Hs. R).

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