Advertisement

Phonologie pp 57-64 | Cite as

Phonemkombinationen, Alternationsregeln und Phonemstatistik

  • Georg Heike
Chapter
  • 20 Downloads
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Bei Fragen der phonologischen Wertung und der Aufstellung eines Phonemsystems spielen distributionelle Fakten eine wichtige Rolle. Sie erweisen sich als spezifische Charakteristiken einer Sprache oder einer Gruppe historisch verwandter Sprachen. Phonemsysteme als Gesamtsysteme, wie die im vorhergehenden Kapitel dargestellten, geben die maximale Anzahl der kleinsten distinktiven Einheiten an. Diese Zahl kann — und dies ist der häufigste Fall — in definierten Positionen einer Supereinheit, wie zum Beispiel der Silbe, des Morphems, des Wortes, reduziert sein. So erscheinen in deutschen Wörtern die stimmhaften Frikative und Plosive im Auslaut nicht. Man kann diesen Sachverhalt vom Standpunkt des Phonemsystems als eines Distinktionssystems auch so ausdrücken, daß im Auslaut die Opposition der Merkmale ‚stimmhaft/stimmlos‘ aufgehoben (neutralisiert) ist. Daß dies eine Besonderheit des Deutschen ist, wird klar, wenn man es mit dem Englischen vergleicht, wo dieser Sachverhalt nicht gilt. Ein anderes Beispiel ist das Phonem /ŋ/ im Deutschen, das nicht im Auslaut und in allen übrigen Positionen nicht nach Langvokal und nach Diphthong vorkommt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1982

Authors and Affiliations

  • Georg Heike

There are no affiliations available

Personalised recommendations