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Der deutsche Vers im ausgehenden Mittelalter und in der frühen Neuzeit — ein Ausblick

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Zusammenfassung

In den letzten Kapiteln war gelegentlich von metrischen Erscheinungen des späteren und des ausgehenden Mittelalters die Rede. Das Gesamtbild, das der dt. Vers damals bietet, ist indes mit diesen wenigen Hinweisen nicht angemessen zu kennzeichnen, vielmehr bedarf es dazu eigener Ausführungen. Überblickt man die Eigenart des dt. Verses in jener Zeit, in der nach der herkömmlichen Periodisierung das Mittelalter von der Neuzeit abgelöst wird — also etwa, um eine runde Jahreszahl zu nennen, um das Jahr 1500 —, dann zeigt sich, daß diese traditionelle Scheide keine wirklich epochale Zäsur in der dt. Versgeschichte markiert, auch wenn man von vornherein keine scharfe Grenzlinie zwischen den beiden Perioden ansetzt, sondern mit einer mehr oder weniger langen Phase des Übergangs rechnet. (Ein Epochenjahr ersten Ranges ist dagegen das Jahr 1624, in dem Martin Opitz sein »Buch von der Deutschen Poeterey« veröffentlichte.) So hat denn auch schon Andreas Heusler den gesamten ›frühneudeutschen‹ Zeitraum, vom beginnenden 14. bis zum beginnenden 17. Jh., als eine eigenständige Periode der dt. Versgeschichte neben der ›altdeutschen‹ einerseits und der ›neudeutschen‹ andererseits unterschieden (die entsprechende Darstellung im Bd. III seiner »Deutschen Versgeschichte« in den §§841–919 = S. 1–60).

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