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Mittelhochdeutsche epische Strophenformen

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Zusammenfassung

Die metrische Form des höfischen Romans und der höfischen Erzählung ist durchweg das Reimpaar, was nicht ausschließt, daß in Reimpaardichtungen gelegentlich strophische Gebilde eingefügt sind. Aber nur wenige Dichter bedienen sich für ihre Versromane überhaupt der Strophe: Wolfram in den »Sigunefragmenten«, in seiner Nachfolge Albrecht im »Jüngeren Titurel«, der Dichter des »Lohengrin«. Umgekehrt weist die sog. Heldendichtung des hohen und späten Mittelalters überwiegend Strophenform auf; Ausnahmen sind die »Nibelungenklage«, »Biterolf und Dietleib«, das »Buch von Bern« (»Dietrichs Flucht«) und der »Laurin« samt der schwachen Fortsetzung des »Walberan«. In sich wie geschichtlich, in ihrer Wirkung, am bedeutsamsten ist dabei von allen Heldendichtungen, auch unter metrischem Aspekt, das Nibelungenlied. Die Nibelungenstrophe muß daher hinsichtlich ihres Baus wie hinsichtlich ihrer Forschungsprobleme eingehender behandelt werden; für die übrigen Strophenformen muß es im Rahmen einer knappen Zusammenfassung wie der vorliegenden im wesentlichen mit der Aufzählung der Strophenschemata sein Bewenden haben.

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Literatur

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