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Die frühmittelhochdeutsche Zeit

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Zusammenfassung

Die deutschsprachige Literatur, die schon im 10. Jh. wieder zunehmend seltener wurde und nach dem Tode Notkers des Deutschen (1022) für vier Jahrzehnte überhaupt verstummte, setzt im siebten Jahrzehnt des 11. Jh. als frmhd. Literatur (ca. 1060/70–1170) neu ein. In der Versdichtung stehen die »Wiener Genesis« (1060/70), das Ezzolied (»Cantilena de miraculis Christi«, nach 1060), Nokers »Memento mori« (1070/80 oder 1090/95), das Annolied (1080, weniger wahrscheinlich nach 1105 oder sogar erst gegen 1120) und der »Merigarto« (1085) an ihrem Anfang. Unter metrischem Gesichtspunkt ist die frmhd. Zeit die Periode der größten Regellosigkeit und Uneinheitlichkeit innerhalb der gesamten dt. Versgeschichte. Ihre Erforschung birgt noch zahlreiche ungelöste Aufgaben in sich, die Deutung der (bisweilen recht kunstlosen) frmhd. Verskunst ist in besonders hohem Maße kontrovers.

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Literatur

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