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Psychologische Konturen

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Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

In einem groben Überblick läßt sich die deutsche Psychologie des 18. Jahrhunderts als die Entwicklung von einer metaphysisch gegründeten rationalen Psychologie der Wolff-Schule hin zu einer transzendental organisierten rationalen Vermögenspsychologie Kants darstellen. Auf den ersten Blick unterscheiden sich diese von den französischen und englischen Varianten einer Erfahrungs- bzw. Empfindungspsychologie, Sensualismus und Empirismus, gravierend. Wo die einen den Primat der menschlichen Psyche im Verstand sehen, stützen die anderen sich auf empirische Empfindungsdaten. Eines vereint diese grundsätzlich divergenten Erklärungsmodelle der Seele, und das nimmt die Romantik gegen sie ein: Beide Erklärungsmodelle bedienen sich — von je unterschiedlichen Ansätzen — mechanistischer Schemata. Ihr Bezugspunkt ist die Maschine. Das gilt für die rationale Vermögenspsychologie ebenso wie für die Psychologie der Empfindungen. Als exemplarisch kann die sprichwörtlich gewordene Metapher der Mensch-Maschine, »L’homme machine«, angesehen werden, die La Mettrie plastisch und titelgebend eingeführt hat und die Hélvétius, Holbach, Condillac, um nur einige zu nennen, fortgeführt haben.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1997

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