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Einleitung

Chapter
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Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Gegenüber der in der älteren Forschung verbreiteten Trennung in eine progressive Frühromantik und eine restaurative Spätromantik geht der vorliegende Versuch einer Gesamtdarstellung der Prosa der deutschen Romantik von einem spannungsvollen Gesamtzusammenhang der Romantik aus. Er reicht von den frühen Schriften Tiecks, Friedrich Schlegels und Novalis’ aus den 1790er Jahren bis hin zur späten Prosa Hoffmanns und Arnims aus den 1820er Jahren und weiter bis hin zu Eichendorffs und Tiecks Texten aus den 1830er Jahren, die ihre romantische Kontur zunehmend verlieren. Für die frühe Phase der Romantik bei Schlegel und Novalis läßt sich eine starke Abhängigkeit von philosophischen Vorgaben der Aufklärung bzw. des frühen Deutschen Idealismus beobachten. Von hier aus wird die starke Theorieorientiertheit der Romantikforschung seit den 1960er Jahren verständlich. Der Akzent auf die Frühromantik äußert sich darin, daß eine Dominanz an Forschungsbeiträgen zum theoretischen (poetischen, geschichtsphilosophischen etc.) Werk, vor allem Schlegels und Novalis’, vorliegt. Bis in zwei jüngere Gesamtdarstellungen zur Romantik setzt sich diese Tendenz fort (vgl. Behler 1992a; Schanze 1994). Der vorliegende Band zur Prosa der Romantik macht es sich demgegenüber zur Aufgabe, dieses Verhältnis nicht einfach umzukehren, sondern den Zusammenhang von poetologischer Reflexion in der frühen Romantik und den Prosatexten der Romantik insgesamt zu bestimmen und zu dokumentieren.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1997

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