Advertisement

Das Frühwerk (bis »Frost«)

Chapter
  • 41 Downloads
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Die frühesten Texte Thomas Bernhards sind vor allem geprägt vom »Motiv der Rückbesinnung in die Kindheit, in Geordnetheit und Geborgenheit des Landlebens« (Habringer 1984, 21). Das gesellschaftliche Normen— und Regelsystem wird »im grundsätzlichen nicht in Frage gestellt«, weshalb dem Autor für diese Zeit eine konservative Grundhaltung attestiert wurde (Mixner 1981, 69). Auch die formale Gestaltung unterscheidet sich noch wesentlich von den späteren Texten. »Die Erzählweise bleibt beschreibend, bestenfalls konventionell«, das Erzählen dominiert über die ab Frost vorherrschende »indirekte Wiedergabe« (Marquardt 1990, 30). Schon in den feuilletonistischen Zeitungstexten ist erkennbar, worum es auch in der Literatur gehen wird: »erstens um die existentielle Problematik, und zwar als zu vermittelndes sinnliches Erlebnis und nicht im Hinblick auf philosophisch-begriffliche Klarheit, zweitens um die Natur und die Beziehung des Menschen zu ihr« (Klug 1988, 145). Zwei Grundideen der Bernhardschen Essayistik dieser Zeit lassen sich dabei erkennen: »zum einen die gelebte Harmonie durch eine bereitwillige Fügung unter die Schöpfungsordnung und zum anderen die individuelle Tragik der Existenz, welche als unveränderliches Schicksal und als anzunehmende Aufgabe dargestellt wird« (ebd. 147; zu den Zeitungstexten Bernhards vgl. die auf S. 14 genannten Autoren).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1995

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations