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Trivialmythen

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Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

In ihren frühen Romanen bukolit und wir sind lockvögel baby! hatte Jelinek anzuschließen versucht an die experimentelle Literatur der Wiener Gruppe einerseits und an die amerikanische Pop-Kultur andererseits. So wichtig diese Referenzen für das ganze weitere Werk Jelineks bleiben sollten, war für die Ausbildung ihrer spezifischen Schreibweise doch noch ein weiterer Schritt erforderlich. In dem 1970 zuerst publizierten und 1980 wieder zugänglich gemachten Essay Die endlose Unschuldigkeit hat sie sich mit dem Trivialmythen-Konzept von Roland Barthes (Barthes, 1964) auseinandergesetzt und in dieser Auseinandersetzung ihre eigene Schreibweise definiert. Der Essay Die endlose Unschuldigkeit, dessen Titel bereits auf die Mythen des Alltags von Barthes verweist, in denen der Mythos als »unschuldiges« Bild expliziert wird (ebd., S. 98), ist eine Collage aus ready mades, aus ›Fertigteilen‹ sowohl der Trivialkultur selbst als auch der Theorie der Trivialkultur. Die Beschreibung trivialer Muster und ihre Interpretation werden also ineinander verwoben und oft in eins gesetzt: Die Sache selbst und ihre Deutungen werden im selben Atemzug vermittelt — ein Verfahren, das sich in allen Texten Jelineks in unterschiedlicher Ausprägung erhalten wird.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1995

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