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Einleitung

Chapter
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Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Meine These, die ich in diesem Buch erhärten will, ist, daß das Habermassche Werk eine einzige, groß angelegte Ethik der Moderne ist. Diese Vermutung soll nachgewiesen werden an den frühen und späteren Auseinandersetzungen mit Heidegger, an Habermas’ politikwissenschaftlichen Arbeiten »Student und Politik«, »Strukturwandel der Öffentlichkeit« und »Theorie und Praxis«, in denen die vorherrschende Verfahrensweise in der Politikwissenschaft, sie ohne normativen Bezug zu betreiben, kritisiert wird. Ohne normativen Bezug arbeiteten viele sozialwissenschaftliche Theorien wie Habermas in seinen Untersuchungen »Zur Logik der Sozialwissenschaften« und in seinen Auseinandersetzungen mit dem Positivismus in »Erkenntnis und Interesse« und der Systemtheorie in »Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie« zu zeigen weiß. Habermas ist in dieser kritischen Haltung stärker an Nietzsche orientiert als so manchem Nietzsche-Apologeten lieb ist. 1968 schreibt er in seiner Nietzsche-Interpretation: »Reine Theorie, die, aller praktischen Lebensbezüge entbunden, die Strukturen der Wirklichkeit in der Weise erfaßt, daß theoretische Sätze wahr sind, wenn sie einem Ansichseienden korrespondieren, ist Schein. Denn die Akte der Erkenntnis sind in Sinnzusammenhänge eingelassen, die sich in der Lebenspraxis, im Sprechen und Handeln bedürftiger Wesen, erst konstituieren.« (KuK 224)

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

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