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Schwieriges Erbe. Lyrik zwischen Tradition und Innovation. Gedichte 1962 – 1967

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Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Als Rolf Dieter Brinkmann am Ende des Jahres 1962 seinen ersten Gedichtband bei Klaus Willbrand in Leverkusen in einer Auflage von fünfhundert Exemplaren drucken läßt, ist er gerade in die rheinische Großstadt Köln übergesiedelt, mit der ihn eine immer wieder beschworene Haßliebe verbinden sollte. Gleich im Eingangsgedicht, seinem ersten Beitrag zur modernen Großstadtlyrik, beschreibt er unter dem Titel Beton (St, S. 11) die inhumane, alles Leben erstickende Atmosphäre seiner neuen Lebenswelt: »Beton die Herzkammern / davon angefüllt der / Schlaf in lichtlosen / Räumen woher / kein Kindergeschrei / kommt für immer / eingemauert […] Beton die hohen / Räume Dome / hochhinauf im Inneren / schalldicht «. Seine erste Lyrikpublikation und die Umsiedlung in die westdeutsche Großstadt fallen nicht zufällig zusammen, vielmehr bezeichnet das biographische Datum des Ortswechsels zugleich auch den Beginn seiner Schriftstellerexistenz. Hinter ihm liegen eine Kindheit im repressiven katholischen Klima der Adenauer-Ära in der norddeutschen Provinz, die Konflikte des eigenwilligen Kindes und Jugendlichen mit dem Elternhaus, der Schule und dem engen Kleinstadtmilieu, der Schulabbruch, und zuletzt der versöhnende Kompromiß mit dem Elternhaus in der bis zum Abschluß gebrachten Buchhändlerlehre in Essen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1989

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