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Der Realismus als theoretisches und historisches Problem der sowjetischen Literaturwissenschaft in den dreißiger Jahren

  • Holger Siegel
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Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Die ausschließliche Konzentration der sowjetischen Literaturwissenschaft der dreißiger Jahre auf das erkenntnistheoretische Problem des objektiven Wahrheitsgehaltes der Literatur prägt von Anfang an auch Inhalt und Richtung der Realismusdiskussionen. Die Betonung des Aspekts der gesellschaftlichen »Wahrheit« und der aus ihr abgeleiteten Kategorie der Volkstümlichkeit von Literatur als substantielle Attribute des Realismus führt einerseits zu einer — in ihrer Tendenz ahistorischen — Universalisierung der Kategorie Realismus und andererseits zu ihrer Verabsolutierung als alleiniges Kriterium bei der Beurteilung von literarischen Kunstwerken. Diese Auffassungen sind im wesentlichen bis zur Mitte der fünfziger Jahre für die sowjetische Literaturwissenschaft gültig geblieben. Erst mit der Diskussion vom April 1957 über Probleme des Realismus in der Weltliteratur setzt die kritische Revision dieses in den dreißiger Jahren entwickelten Realismusbegriffs ein. Deutlich werden die theoretischen Aporien dieser Konzeption im Vorwort zur deutschsprachigen Dokumentation der Realismusdiskussion von 1957 benannt:

»In der sowjetischen Realismusdiskussion können wir deutlich zwei entgegengesetzte Standpunkte erkennen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1981

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  • Holger Siegel

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