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Methoden der Literatursoziologie in den zwanziger Jahren

  • Holger Siegel
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Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Die soziologische Methode der Analyse literarischer Kunstwerke — als zusammen mit dem Formalismus wichtigste Richtung innerhalb der frühen sowjetischen Literaturwissenschaft — stellt keine einheitliche, im methodologischen Sinne in sich homogene Richtung dar. Die verbreitete Subsumierung einer Reihe verschiedenartiger Tendenzen unter diesen Begriff des »Soziologismus« ist nur insoweit gerechtfertigt, wie sie auf sein übereinstimmendes Merkmal, ein primär funktionales Verständnis literarischer bzw. sämtlicher künstlerischer Erscheinungen abhebt. Das Kriterium für diese wissenschaftsgeschichtlichen Zuordnungen bildet hierbei die durchgängig zu konstatierende Auffassung vom literarischen Kunstwerk als Ausdruck der »Psychoideologie« einer gesellschaftlichen Klasse oder Gruppe, wodurch in der Konsequenz an die Stelle der Analyse der sozialen Natur der Kunst die Kritik ihres ideologischen Charakters (im eng pragmatischen Sinne des »verkehrten«, »falschen« Bewußtseins) trat.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1981

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  • Holger Siegel

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