Advertisement

Historische Einführung

  • Fritz Schlawe
Chapter
  • 12 Downloads
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Die Zeitschriftenliteratur hat an der deutschen Literaturbewegung seit 1885 wesentlichen Anteil. Während vorher seit der Romantik und dem Jungen Deutschland eigentliche literarische Zeitschriften ebensowenig bestanden wie literarische Schulen, entfaltete sich seitdem eine reiche periodische Literatur; allein die wichtigsten im folgenden behandelten Blätter der Gruppen 2 bis 7 umfassen im Berichtszeitraum über 400 000 Seiten (vielfach Quartformat). Die hohe Dichtung und Kritik wurde vor Beginn der literarischen Revolution — von der Buchproduktion abgesehen — durch die ›Deutsche Rundschau‹ und wenige ähnliche Blätter vertreten; daneben gab es die Unterhaltungsliteratur in den Familienzeitschriften und im Feuilleton der Tagespresse. Ein Eigenleben der Literatur im fruchtbaren Ringen von Produktion und Kritik bestand nicht. Erst mit der grundsätzlichen Kritik an der überkommenen und zeitgenössischen Dichtung, im wesentlichen mit den Zeitschriften der Brüder Hart, begann jene eindringliche Beschäftigung der jungen Kräfte mit der Literatur, die zur neuen Literaturblüte führte. So ist die Geschichte der literarischen Zeitschriften dieser Periode bestimmt von der Auseinandersetzung zwischen den aggressiven neuen Richtungen und dem Bestehenden — einer Auseinandersetzung, die freilich anfangs fern vom großen Publikum vor sich ging.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. L. Salomon, Gesch. d. Ztgswesens, 3 Bde, 1902–1906 (bis Mitte 19. Jh.).Google Scholar
  2. E. Drahn, Gesch. d. dt. Buch- u. Zftenhandels, 1914, 80 S. (mit interess. Einzelheiten).Google Scholar
  3. G. Menz, Der dt. Buchhandel, 1925, 169 S.Google Scholar
  4. W. Diesch, Bibliographie d. germanist. Zften, 1927, 441 S. 40 (bibliogr. Standardwerk, umfassend und präzis).Google Scholar
  5. R. F. Arnold, Allgem. Bücherkunde z. neueren dt. Litgesch., 31931, S. 152–167 (literar. Zften, guter Überblick).Google Scholar
  6. E. Niewöhner, Der dt. Zftenbuchhandel, 1934, 84 S. (Spezialgebiet).Google Scholar
  7. F. Schmitt, Tabellen z. dt. Litgesch., 1935, S. 118–129 (nur bis Anf. 19. Jh.).Google Scholar
  8. Lisi Grüßen, Die dt. Zft als Ausdrucksmittel der Literaturströmungen, Diss. München 1938, 128 S. (bis Idealismus; unbefriedigend).Google Scholar
  9. W. Heide (u. F. Franzmeyer), Presse-Dissertationen an dt. Hochschulen 1885–1938, 1940, 165 S.Google Scholar
  10. L. L. Schücking, Litgesch. u. Geschmacksgesch.,in: Essays, 1948, S. 359–387.Google Scholar
  11. Bohatta-Hodes, Internat. Bibliogr. der Bibliographien, 1950, S. 73 ff., bes, S. 77/79.Google Scholar
  12. K. d‘Ester, Ztg u. Zft, in: Dt. Philol. i. Aufriß, Bd III, 1957, Sp. 559–604–648.Google Scholar
  13. J. Kirchner, Das dt. Zftenwesen, seine Gesch. u. seine Probleme, Bd I, 21958, 270 S. (Standardwerk, bis Romantik).Google Scholar
  14. R. F. Arnold, Das mod. Drama, 1908, S. 173–179 (über mod. Zften).Google Scholar
  15. Fr. Schulze, Der dt. Buchhandel u. d. geistigen Strömungen der letzten 100 Jahre, 1925, 295 S. (lehrreich).Google Scholar
  16. A. Luther, Dtlds literar. Zften, in: Das dt. Buch, 6. Jg 1926, S. 217–221 (Abriß einzelner Zften).Google Scholar
  17. B. Rang, Literar. Zften, in: Hefte f. Büchereiwesen, Bd II, 1927, S. 241–253 (Kritik zeitgenöss. Litzften).Google Scholar
  18. P. Brandt, Das dt. Drama am Ende d. 19. Jhs im Spiegel d. Kritik, Diss. Leipzig 1932, 110 S. (lesenswert, obwohl fragmentarisch).Google Scholar
  19. E. Johann, Die dt. Buchverlage d. Naturalismus u. d. Neuromantik, 1935, 102 S.Google Scholar
  20. K. Dietze, Diederichs u. seine Zften, 1940, 212 S.Google Scholar
  21. G. Ramseger, Literar. Zften um d. Jahrhundertwende, 1941, 193 S. (vor allem über ›Insel‹).Google Scholar
  22. (Drei wichtige und lehrreiche Arbeiten: S. Fischer, Die Aufnahme d. naturalist. Theaters i. d. dt. Zften-Presse, Diss. FU Berlin 1953, 229 S.(Masch.)Google Scholar
  23. W. Spies, Der literar. Geschmack im Ausgang d. 19. Jh.s im Spiegel d. dt. Zften. Eine Studie z. Gesch. d. literar. Geschmacks u. d. Zftenwesens in Dtld, Diss. Bonn 1953, 233 S. (Masch.)Google Scholar
  24. H. Nöhbauer, Lit.kritik u. Zftenwesen 1885–1914, Diss. München 1956, 221 S. (Masch.).Google Scholar
  25. H. O. Sperling, Zften-Adreßbuch, fast jährlich seit 1887.Google Scholar
  26. R. Kootz, Zur Statistik d. dt. Zften, in: Zft f. d. ges. Staatswiss., 64. Jg 1908, S. 526–560 (Überblick über alle Zften, 1902).Google Scholar
  27. G. Sebba, Zur Typologie und Statistik der Zften, in: Ztgswissenschaft, 9. Jg 1934, S. 211–214.Google Scholar
  28. E. Lorenz, Die Entwicklung d. dt. Zftenwesens, eine statist. Unters., 1937, 76 S. (allgemein, nicht viel zum Thema).Google Scholar
  29. H. Dimmler, Die lit. Beilagen unserer Tagesztgen, in: ›Lit. Handweiser zunächst für alle Katholiken …‹, 44. Jg 1906, Sp. 329–336 (prinzipiell-kritisch).Google Scholar
  30. R. F. Arnold, Allgem. Bücherkunde zur neueren dt. Litgesch., 31931, S. 16–32 (Bibliographie wissenschaftl. u. krit. Zften).Google Scholar
  31. W. Kienningers, Die Einteilung der periodischen Preßschriften, Diss. Erlangen 1932, 33 S. (anregend).Google Scholar
  32. Eva-A. Kirschstein, Die Familienzft, Diss. Leipzig 1936, 172 S. (vor allem über Entstehung und über ›Gartenlaube‹).Google Scholar
  33. K. Wallraf, Die ‚bürgerliche Gesellschaft‘ im Spiegel dt. Familienzften, Diss. Köln 1940, 147 S.Google Scholar
  34. G. Förtsch, Buchbesprechung u. Zft, 1940, 142 S. (histor. Abriß).Google Scholar
  35. W. Henske, Das Feuilleton der ›Tägl. Rundschau‹ 1881–1905, Diss. Berlin 1940, 174 S.Google Scholar
  36. G. Menz, Artikel ‚Familienblatt‘ in: Hdbuch d. Ztgswiss., Bd I, 1940, Sp. 962–973.Google Scholar
  37. Gg. Klapproth, ›Die Woche‹ als Zftentyp im Wandel der Zeit, Diss. Berlin 1941, 97 S.Google Scholar
  38. K. G. Just, Essay, in : Dt. Philol. im Aufriß, Bd II, 21960, Sp. 1897–1948Google Scholar
  39. W. Ehekircher, ›Westermanns Monatshefte‹, Diss.München 1950, 175 S. (stoffreich; stilistisch schwach).Google Scholar
  40. M. Lankes, ›Der Zwiebelfisch‹, Diss. München 1951, 196 S. (Masch.).Google Scholar
  41. W. Haake, Hdbuch d. Feuilletons, 3 Bde, 1951–1953; im 3. Bd Literaturangaben u. Verzeichnis dt. Publizisten.Google Scholar
  42. Kap. ‚Familienblatt‘ in: S. Fischer, Die Aufnahme des naturalist. Theaters in d. dt. Zften-Presse, Diss. FU Berlin 1953, S. 29–54.Google Scholar
  43. A. Giachi, Wissenschaft, Literatur und Leben, in: ›Die Gegenwart‹, 11. Jg 1956, S. 53 ff. (zu ›Westermanns Monatsheften‹).Google Scholar
  44. Isolde Spahmann, Die literar. Skizze, Diss. Tübingen 1957, 281 S. (Masch.).Google Scholar
  45. H. Rosenfeld, Artikel ‚Familienblatt‘ in: Reallex. d. dt. Litgesch., Bd I, 21958, S. 450–456.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1961

Authors and Affiliations

  • Fritz Schlawe

There are no affiliations available

Personalised recommendations