Advertisement

Bach im Konzertsaal und auf Schallplatten

Chapter
  • 52 Downloads

Zusammenfassung

Kaum denkbar aus heutiger Sicht, dass noch Ende des 19. Jahrhundert ein Musikfreund vor allem auf seine eigenen Kenntnisse im Notenlesen und Instrumentalspiel angewiesen war, wenn er sich mit dem Bach’sehen Schaffen auseinandersetzen wollte. Abgesehen von der Matthäuspassion und einigen wenigen Orchester- und für Orchester transkribierten Orgelkompositionen, war Bachs Œuvre dem normalen, nicht selbst musizierenden Musikfreund weitgehend unbekannt. Das Wohltemperierte Klavier, die Kunst der Fuge oder auch die Zyklen für Violine und Violoncello solo waren nur den ausübenden Musikern vertraut. Von den Konzerten wurden im wesentlichen nur die Violinkonzerte im Konzertsaal gespielt. Die Chorvereinigungen führten neben der Matthäuspassion und der h-Moll-Messe vor allem die Motetten und einige Kantaten hin und wieder auf, teilweise in Zusammenstellungen von Arien und Chorsätzen aus verschiedenen Kantaten. Dies zu ändern, war die sich selbst gesetzte Aufgabe der 1900 gegründeten Neuen Bachgesellschaft. Doch war (und ist) ihr Wirken im wesentlichen auf die von 1901 an veranstalteten Bachfeste begrenzt. So entstand zwar nach und nach eine Gemeinde von Zuhörern der Bachschen Musik, doch bildeten diese Musikfreunde eben nur eine Gemeinde, ein Häuflein verglichen mit den Heerscharen von Liebhabern der klassischen und romantischen Musik. Immerhin wurde mit den Bachfesten dem Musikliebhaber verstärkt die Möglichkeit eröffnet, wenigstens einige von Bachs Werken auch zum wiederholten Male im Konzertsaal zu hören, im großen und ganzen frei-lich immer dasselbe Dutzend Werke, deren Aufführungen in Statistiken des Bach-Jahrbuchs festgehalten wurden — so überschaubar war die Bach-Pflege!

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Notizen

  1. 86.
    Übersicht der Aufführungen J. S. Bachscher Werke von Ende 1904 bis Anfang 1907. In: Bach-Jahrbuch. (1906), S. 114–129.Google Scholar
  2. 101.
    Erwin Stein: Bachs Orgelpräludium und Fuge Es Dur in Schönbergs Instrumentation. In: Anbruch. 11 (1929) H. 9/10, S. 356.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2000

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations