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Bachs Musik seit 1750

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Zusammenfassung

Am 28. Juli 1750 starb Johann Sebastian Bach. An diesem Fixpunkt der Musikgeschichte setzt mein Buch ein, denn Bachs Werk hat sich vor allem in seiner Rezeptionsgeschichte nach dem Tod des Komponisten entwickelt. Mit Bachs Musik wurde gearbeitet, sie wurde zur Grundlage für neue Kompositionen. Da der moderne Kompositionsstil fortan andere Wege einschlug, war sie gerade deswegen immer noch lebendig geblieben, weil ihre Originalgestalt für die aktuelle Musikpraxis unwesentlich war. Für ein Interesse der nachfolgenden Generation an den Kompositionen spricht, dass viele Abschriften Bach’scher Vokalwerke erst nach 1750 entstanden sind, so von dem in Naumburg wirkenden Johann Christoph Altnickol, Bachs Schwiegersohn und Schüler. Doch dieses Interesse galt nicht uneingeschränkt. Während bereits die Nachfolge-Generation Bachs Arien als alter und damit unmoderner Musik weitgehend aus dem Wege ging, wurden in den unmittelbaren Jahren nach Bachs Tod aus seinem reichem Schaffen vor allem Chorsätze, Choräle und auch Rezitative aufgeführt. So musizierte Carl Philipp Emanuel Bach während seiner Zeit als Musikdirektor der fünf Hamburger Hauptkirchen (1768–1788) Choräle und Turbae-Chöre aus der Johannes- und der Matthäuspassion seines Vaters, indem er sie in seine eigenen Passionsmusiken übernahm. Eine derartige Pasticcio-Praxis war üblich und lässt sich auch für mehrere Kantaten C. Ph. E. Bachs belegen.19

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Notizen

  1. 23.
    Eugenie Schumann: Erinnerungen. 41.–45. Tsd. Stuttgart: Engelhorn Verlag Spemann 1948, S. 172.Google Scholar

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