Advertisement

Lied und Geselligkeit

Chapter
  • 53 Downloads

Zusammenfassung

Ende Juli 1797 hatte Goethe Weimar verlassen, um nach Italien zu reisen. Von dieser Reise, aus der, weil die politischen und militärischen Umstände die Weiterfahrt verhinderten, lediglich seine dritte Schweiz-Reise wurde, schrieb er am 31. August 1797 an Schiller, er sei »unterweges auf ein poetisches Genre gefallen […], in welchem wir künftig mehr machen müssen, und das vielleicht dem folgenden Almanach guttun wird. Es sind Gespräche in Liedern. […] Ich habe so ein Gespräch zwischen einem Knaben, der in eine Müllerin verliebt ist und dem Mühlbach angefangen und hoffe es bald zu überschicken« (MA 8.1, 407). Gemeint ist damit das Gedicht Der junggesell und der Mühlbach, das zweite in der Gruppe der Müllerin-Balladen, welche insgesamt vier Gedichte umfaßt, die während dieser Reise entstanden sind oder wie das erst im Juli 1798 fertiggestellte Gedicht Der Müllerin Verrat jedenfalls begonnen wurden. Zu der Gruppe gehören noch Der Edelknabe und die Müllerin und das Gedicht Reue, das in den späteren Ausgaben die Überschrift Der Müllerin Reue trägt. Erstmals veröffentlicht wurden die Gedichte in Schillers Musen-Almanach für das Jahr 1799. In den Werkausgaben stehen sie in der Rubrik ›Balladen und Romanzen‹, die Goethe erstmals in den Neuen Schriften bildete und die seit der zweiten Ausgabe seiner Werke bei Cotta lediglich ›Balladen‹ heißt. Dort folgen die Gedichte unmittelbar aufeinander und bilden so ein kleines Ensemble.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations