Advertisement

Antike und Moderne

Chapter
  • 55 Downloads

Zusammenfassung

Zwischen dem 12. und dem 14. Mai 1796, mitten in der Arbeit am Xenien-Komplex, als Goethe und Schiller in Jena gemeinsam Möglichkeiten der Publikation der Distichen durchspielten, schrieb Goethe die Elegie Alexis und Dora. Er hat dieses Gedicht sehr geschätzt, ließ sogleich einige Abschriften machen, um es, wie er Anfang Juli 1796 an Schiller schrieb, in »Umlauf zu setzen« (MA 8.1, 202), und hat es auch mehrfach vorgelesen. Gedruckt wurde Alexis und Dora in Schillers Musen-Almanach für das Jahr 1797, im Xenien-Almanach, der im Oktober 1796 erschien und mit der Elegie eröffnet wurde. Alexis und Dora ist so ein erstes lyrisches Zeugnis für die in der Zusammenarbeit mit Schiller, nicht zuletzt in der Gemeinsamkeit der Xenien-Produktion wiedergewonnene poetische Kreativität. Das Gedicht ist im Versmaß des elegischen Distichons geschrieben, wie es Goethe auch für die Römischen Elegien verwendet hatte; so eröffnet Alexis und Dora die Reihe der Elegien, die Goethe in den nächsten Jahren, bis in den Sommer 1798 hinein, schreiben wird. Gegen Ende des Jahres 1796 entsteht die Elegie Herrmann und Dorothea, und im Mai 1797, ein Jahr also nach Alexis und Dora, schreibt Goethe das Gedicht Der neue Pausias und sein Blumenmädchen. Im September 1797, während der Reise in die Schweiz, entsteht Amyntas, und gleichfalls während der Schweiz-Reise wird Euphrosyne begonnen, fertiggestellt allerdings erst im Juni 1793.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Notizen

  1. 1.
    Briefe von Charlotte von Kalb an Jean Paul und dessen Gattin. Hrsg. v. Paul Nerrlich. Berlin 1852, S. 16.Google Scholar
  2. 4.
    Gottfried August Bürger: Sämtliche Werke. Hrsg. v. Günter, Hiltrud Häntzschel. München 1987, S. 717f.Google Scholar
  3. 7.
    K. L. von Knebel’s literarischer Nachlaß und Briefwechsel. Hrsg. v. K. A. Varnhagen von Ense u. Th. Mundt. 3 Bde. 2. Aufl. Leipzig 1840. Bd. 2, S. 270.Google Scholar
  4. 9.
    Vgl. insbesondere Albrecht Schöne: Alexis und Dora. In: Ders.: Götterzeichen. Liebeszauber. Satanskult. Neue Einblicke in alte Goethetexte. München 1982, S. 53–106;Google Scholar
  5. Dieter Borchmeyer: Alexis und Dora (1797). In: Goethes Erzählwerk. Interpretationen. Hrsg. v. P. M. Lützeler u. J. E. McLeod. Stuttgart 1985, S. 192–215.Google Scholar
  6. 10.
    Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe. Hrsg. v. Ernst Behler. Bd. 23. Paderborn u. a. 1987, S. 312.Google Scholar
  7. 12.
    Vgl. Günter Peters: Das Schauspiel der Natur. Goethes Elegien ›Die Metamorphose der Pflanzen‹ und ›Euphrosyne‹ im Kontext einer Naturästhetik der szenischen Anschauung. In: Poetica 22 (1990), S. 46–83, v. a. S. 54.Google Scholar
  8. 13.
    Briefwechsel zwischen Goethe und Knebel. Hg. v. G. E. Guhrauer. 2. Bde. Leipzig 1851. Bd. 1, S. 198.Google Scholar
  9. 15.
    Friedrich Wilhelm Riemer: Mittheilungen über Goethe. Aus mündlichen und schriftlichen, gedruckten und ungedruckten Quellen. 2. Bde. Berlin 1841. Bd. 2, S. 528.Google Scholar
  10. 17.
    Vgl. dazu im einzelnen die Mannheimer Dissertation von Felix Tebbe: ›Augenblick‹ und Dichtung. Poetologische Reflexionen in Goethes ›Elegien II‹, dem Buch ›Suleika‹ und den ›Chinesisch-deutschen Jahres- und Tageszeiten‹. St. Ingbert 1998 (= Mannheimer Studien zur Literatur- und Kulturwissenschaft.)Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations