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Nach Italien

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Zusammenfassung

Goethes Römische Elegien sind immer wieder mit Italien in Verbindung gebracht worden, nicht zuletzt in den Versuchen, biographische Hintergründe der Gedichte zu finden und aufzudecken. Solcher Zuordnung zum eigenen Aufenthalt in Rom hat Goethe selbst Vorschub geleistet. In der Handschrift trugen die Gedichte zunächst den Titel »Erotica Romana«, der dann gestrichen und durch »Elegien. Rom 1788« ersetzt wurde; die einzige als Einzeldruck im Juli 1791 in der Deutschen Monatsschrift erschienene Elegie Amor bleibet ein Schalk, die dreizehnte in der Anordnung der Druckfassung der Römischen Elegien, hatte bei dieser Veröffentlichung den Titel Elegie. Rom 1789. Beim Erstdruck der Elegien in Schillers Horen Ende Juni 1795 fehlen allerdings Zeit- und Ortsangabe. Die Gedichte sind nunmehr mit Elegien überschrieben, und diese Überschrift bleibt auch in den späteren Werkausgaben erhalten, ergänzt durch den Zusatz I, um diese Elegien, die Römischen, von den weiteren, mit II überschriebenen Elegien zu unterscheiden. Die von Goethe im Brief an Schiller vom 7. August 1799 geprägte und allgemein üblich gewordene Bezeichnung Römische Elegien erscheint lediglich im Inhaltsverzeichnis der Werkausgaben, erstmals seit dem 1806 erschienenen ersten Band der Ausgabe A. Entstanden sind die Elegien jedenfalls erst nach der Rückkehr nach Weimar, in den etwa anderthalb Jahren zwischen Oktober 1788 und Frühjahr 1790; sie sind mithin auch von den nachitalienischen Erfahrungen Goethes mitgeprägt.

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Notizen

  1. 4.
    Diese sehr treffende Bezeichnung hat Georg Luck geprägt, vgl. Georg Luck: Goethes ›Römische Elegien‹ und die augusteische Liebeselegie. In: Arcadia 2 (1967), S. 173–195.CrossRefGoogle Scholar
  2. 5.
    Max Kommereil: Gedanken über Gedichte. 3. Aufl. Frankfurt 1956, S. 225.Google Scholar
  3. 6.
    Johann Joachim Winckelmann: Kleine Schriften und Briefe. Auswahl, Einführung und Anmerkungen von Wilhelm Senff. Weimar 1960, 44.Google Scholar
  4. 9.
    Zweiter Teil. 1802–1803. Deutsche Litteraturdenkmale des 18. u. 19. Jh.s. Hg. v. B. Seuffert. Bd. 18. Heilbronn 1884, S. 290.Google Scholar
  5. 13.
    Johann Gottfried Herder: Italienische Reise. Briefe und Tagebuchaufzeichnungen 1788–1789. Hg., kommentiert und mit einem Nachwort versehen v. Albert Meier und Heide Hollmer. München 1988, S. 167.Google Scholar
  6. 14.
    Vgl. Wolfdietrich Rasch: Die Gauklerin Bettine in Goethes Venezianischen Epigrammen. In: Corngold, Stanley A. u. a. (Hrsg.): Aspekte der Goethezeit. Göttingen 1977, S. 68–92.Google Scholar

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