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Geschichten

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Zusammenfassung

Für das postmoderne Denken ist die eine Geschichte, im Gegensatz zur Vielzahl der einzelnen Geschichten, eine teleologische Angelegenheit. Das heißt, sie beruht auf der Annahme, daß sich die Welt zweckgerichtet auf ein vorherbestimmtes Ziel hin zubewegt, das in ihr sogar zum jetzigen Zeitpunkt enthalten ist und die Dynamik ihrer unaufhaltsamen Entfaltung bewirkt. Die Geschichte hat ihre eigene Logik und bezieht unsere eigenen, vermeintlich freien Projekte in ihre unerf or schlichen Pläne ein. Es mag hier und da Rückschläge geben, aber insgesamt gesehen verläuft die Geschichte geradlinig, progressiv und deterministisch.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Francis Mulhern (Hg.): Contemporary Marxist Literary Criticism, London 1992, S. 22.Google Scholar
  2. 2.
    Theodor W. Adorno: Negative Dialektik, Gesammelte Schriften, Band 6, Frankfurt am Main 1966, S. 314.Google Scholar
  3. 3.
    »Anstatt in der Euphorie des Endes der Geschichte die Ankunft des Ideals der liberalen Demokratie und des kapitalischen Markes zu besingen, anstatt ›das Ende der Ideologien und der großen emanzipatorischen Diskurse zu feiern, sollten wir niemals folgende offensichtliche makroskopische Tatsache vergessen, die aus den tausendfältigen Leiden einzelner besteht: Kein Fortschritt der Welt erlaubt es zu ignorieren, daß niemals zuvor auf der Erde, in absoluten Zahlen, so viele Männer, Frauen und Kinder unterjocht, dem Hungertod überlassen oder ausgerottet worden sind.« (Jacques Derrida: Marx’ Gespenster, aus dem Französischen von Susanne Ludermann, Frankfurt am Main 1995, S. 139). Man sollte allerdings hinzufügen, daß außer dem Leiden, das tatsächlich zugenommen hat, im großen und ganzen auch unsere Sensibilität in diesen Fragen zugenommen hat. Die Bedeutung, die im modernen Zeitalter den Hilfsmaßnahmen oder Versuchen, Leiden zu verhindern, zugemessen wird, kennzeichnet den Unterschied zu Gesellschaften der Vor-Aufklärung.Google Scholar
  4. 6.
    Zur Diskussion dieser und anderer verwandter Fragen vgl. Terry Eagleton: Ideologie. Eine Einführung, aus dem Englischen von Anja Tippner, Stuttgart/Weimar 1993.Google Scholar
  5. 7.
    Ellen Meiksins Wood: »Introduction«, in: Monthly Review, Juli/’August, 1995, S. 4.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1997

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