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Ambivalenzen

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Zusammenfassung

Natürlich ist es überhaupt nicht nötig, sich eine solche Periode vorzustellen. Es ist die, in der wir leben, und ihre Bezeichnung ist ›Postmoderne‹ — auch wenn weiterhin Uneinigkeit darüber herrscht, wie tief ihre Wirkung ist oder wie umfassend sie ist. Was ist also gewonnen, wenn man das ermüdende rhetorische Spiel inszeniert, etwas vorherzusagen, womit wir bereits unmittelbar konfrontiert sind? Es ist insofern sinnvoll, einen Aspekt der Postmoderne herauszugreifen und ihn so zu fiktionalisieren, ihn also als mögliche und nicht als tatsächliche Welt zu behandeln, als wir dadurch die Postmoderne soweit verfremden können, bis wir möglicherweise etwas von ihrer historischen Logik begreifen. Wenn wir die tatsächliche Entwicklung sozusagen in Klammern setzen, hätten wir vieles bereits aus der nackten Tatsache einer erkannten politischen Niederlage ableiten können; wir könnten dann von diesem Faktum aus in die Geschichte zurückgehen und durch dieses Gedankenexperiment zum eigentlichen Problem gelangen, und dabei würden wir die diversen Aspekte auf einer rein theoretischen Ebene neu erfinden, bis sie auf wunderbare Weise der Realität entsprechen.

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Anmerkungen

  1. 2.
    Peter Osborne: The Politics of Time, London 1995, S. 157.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1997

Authors and Affiliations

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