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Natur und schöpferischer Geist

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Zusammenfassung

Sollte nach Fichtes radikaler Entweltlichung der Philosophie — sei es als einer Philosophie des reinen Ich, sei es als einer Mystik des sich selbst erzeugenden Lichts, das Gott ist — die eigentliche Aufgabe der Metaphysik, nämlich das Ganze der Welt im System des Denkens zu erfassen, wieder aufgenommen werden, so bedurfte es zweierlei: Einmal musste der Kantsche Dualismus von Denken und Anschauen, von Reich der Natur und Reich der Sittlichkeit überwunden werden, damit die Metaphysik der Natur sich nicht in einer Epistemologie der Naturwissenschaften auflöse; und zum zweiten war ein Naturbegriff zu begründen, der die Natur als produktiven Seinsgrund zum Denken als dem produktiven Erkenntnisgrund in ein begründetes Verhältnis setzt. Kurz, es war eine Wiederaufnahme der Probleme der Naturphilosophie gefordert, wie sie in der Metaphysik des 18. Jahrhunderts ihren Platz hatte.

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Anmerkungen

  1. 1.
    F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, Stuttgart 1856 ff., Band I, S. 8 S ff.Google Scholar
  2. 2.
    Ebd., S. 87.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. B. de Spinoza, Ethica I, Def. I; Expl. ad def. 6; Prop. 6 cor. al.; Prop. 8 schol. I. In dieser Deduktion lässt sich unschwer das Muster der Schellingschen Argumentation erkennen; das Absolute, aus sich selbst (aus eigener Kausalität) Gesetzte, würde auch von Schelling wie von Spinoza bestimmt als das »quod in se est et per se concipitur« (Prop. 8 schol. II).Google Scholar
  4. 4.
    F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. I, S. 96: »Sollen wir von Grundsatz zu Grundsatz, von Bedingung zu Bedingung bis zu dem obersten absolut kategorischen zurückgehen? Allein wir müssten nothwendig von disjunctiven Sätzen anfangen d. h. jeder Grundsatz würde, insofern er weder durch sich selbst (denn sonst war’ er der oberste) noch durch einen höhern (den wir erst suchen wollen) bestimmt ist, nicht einmal tüchtig dazu seyn, der erste Punkt einer regressiven Untersuchung zu werden. Doch das erste Merkmal, das im Begriff eines schlechthin unbedingten Satzes liegt, weist uns selbst einen ganz andern Weg an, ihn zu suchen. Ein solcher nämlich kann nur durch sich selbst bestimmt, nur durch seine eigenen Merkmale gegeben seyn.«Google Scholar
  5. 5.
    Schelling (ebd., S. 101) hält emphatisch an dieser Aufgabe der Philosophie fest: »Alle Philosophen (die diesen Namen verdienen) sprechen von einem obersten Grundsatze ihrer Wissenschaft, der evident seyn müsse (…)« Zu Kants Kapitulation, die der empiristischen Konstruktion der Analogien der Erfahrung entspringt, vgl. Hans Heinz Holz, Natur und Gehalt spekulativer Sätze, Köln 1980, S. 20 und 22 ff; Vgl. oben Hauptstück III, Kapitel 4.Google Scholar
  6. 6.
    F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. I, S. 90.Google Scholar
  7. 7.
    Ebd., S. 102 Allerdings verkennt Schelling, dass Leibniz in den Theoremen von der repraesentatio mundi und der Perspektivität der Repräsentation in der Einzelmonade (denen die ontologische Interpretation des Prinzips praedicatum inest subiecto entspricht) die Inhaltlichkeit der absoluten Form der Einheit (der harmonie universelle) nicht nur behauptet, sondern bestimmt. Schelling ist hier noch auf das Fichtesche Ich als absoluten Form-Inhalt fixiert und kann die bei Leibniz konzipierte »substantielle Form« der Natur nicht erkennen, weshalb er ihm vorwirft, dass er die Form »als eine durch keinen Inhalt begründete Form aufstellte« (ebd., S. 103).Google Scholar
  8. 8.
    Ebd., S. 94. Die Form-Inhalt-Einheit macht auch den Kern der Monadenmetaphysik aus; vgl. H. H. Holz, Leibniz Stuttgart 1958 (Neubearbeitung Leipzig 1983), Kap. 2.Google Scholar
  9. 9.
    G. W Leibniz, Monadologie, cap. 7 (u. ö.), in: Kleine Schriften zur Metaphysik, hg. von H. H. Holz, Frankfurt/Main und Darmstadt 1965, S. 426.Google Scholar
  10. 10.
    F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. I, S. 90 und 92.Google Scholar
  11. 11.
    Dazu die Leibniz-Axiome — »was identisch ist, ist wahr, und was einen Widerspruch einschliesst, ist falsch« und »Mannigfaltiges wird von mir wahrgenommen« —, die Leibniz als »erste Prinzipien« bezeichnet, von denen bewiesen werden könne, dass es unmöglich sei, sie zu beweisen; G. W. Leibniz, Opuscules et fragments inédits, ed. L. Couturat, Paris 1903, S. 183. Vgl. H. H. Holz, »Die Konstruktion des Kontingenten«, in: K. Peters/W Schmidt/H. H. Holz, Erkenntnisgewißheit und Deduktion, Darmstadt und Neuwied 1975, S. 129 ff.Google Scholar
  12. 12.
    Parmenides, B 8.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. E. Bloch, »Avicenna und die aristotelische Linke«, Werke, Bd. 7, Frankfurt/Main 1972, S. 479 ff.Google Scholar
  14. 14.
    F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. I, S. 94.Google Scholar
  15. 15.
    Ebd., S 94 f.Google Scholar
  16. 16.
    a.a.O. Bd. II, S. 20. Ideen zu einer Philosophie der Natur (1797).Google Scholar
  17. 17.
    a.a.O. Bd. I, S. 96.Google Scholar
  18. 18.
    Ebd., S. 99. Vgl. auch: »Wenn das Ich bloss sich selbst setzte, so wäre alle mögliche Form durch die Form der Unbedingtheit erschöpft, eine Unbedingtheit, die nichts bedingte« (ebd., S. 98). Und weiter: »Eben damit ist nun aber auch der Inhalt (und dadurch auch die Form) eines zweiten Grundsatzes gegeben, der so lautet: Nichtich ist nicht Ich (Nichtich > Ich). Als Inhalt des Grundsatzes ist gegeben ein Nichtich überhaupt, als möglicher Inhalt eines Grundsatzes überhaupt« (ebd.). Mit spinozistischer Konsequenz macht Schelling die Negation zum Vehikel der Deduktion des Nicht-Ich, so wie die Negation bei Spinoza die Attribute und Modi an der Substanz zu unterscheiden gestattet und diese damit aus der intensionalen Einheit des Ganzen in die extensionale Mannigfaltigkeit ihrer Affektionen überführt.Google Scholar
  19. 19.
    F. W. J. Schelling, »Vom Ich als Prinzip der Philosophie« (1795), in: Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. I, S. 149 ff., hier: S. 168.Google Scholar
  20. 20.
    Ebd., S. 169Google Scholar
  21. 21.
    Ebd., S. 168, Anm. I. — Darum weist Schelling hier auch Spinozas Substanz-Begriff ab: »Auch Spinoza hat nirgends bewiesen, dass das Unbedingte im Nicht-Ich liegen könne und liegen müsse; vielmehr setzt er, nur durch seinen Begriff des Absoluten geleitet, dieses geradezu in ein absolutes Objekt, gleichsam als ob er voraussetzte, dass jeder, der ihm nur einmal den Begriff des Unbedingten eingeräumt hätte, ihm darin von selbst folgen würde, dass es nothwendig in ein Nicht-Ich gesetzt werden müsse« (ebd., S. 171).Google Scholar
  22. 22.
    Ebd., S. 178Google Scholar
  23. 23.
    Ontologisch geht die natura naturata aus der natura naturans hervor, gnoseologisch entwickeln wir die Idee der natura naturans aus der Gegebenheit der natura naturata.Google Scholar
  24. 24.
    F. W. J. Schelling, »Einleitung zu dem Entwurf eines Systems der Naturphilosophie« (1799), in: a.a.O., Bd. III, S. 269 ff., hier: S. 283.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. R. Winter, Gegenstand und Identität, Diss. Marburg/Lahn 1980.Google Scholar
  26. 26.
    F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. III, S. 284.Google Scholar
  27. 27.
  28. 28.
    F. W J. Schelling, Ideen zu einer Philosophie der Natur als Einleitung in das Studium dieser Wissenschaft (1797), a.a.O., Bd. II, S. 11 ff., hier: S. II.Google Scholar
  29. 29.
    a.a.O., Bd. III, S. 273.Google Scholar
  30. 30.
    Ebd., S. 272.Google Scholar
  31. 31.
    a.a.O., Bd. II, S. 13.Google Scholar
  32. 32.
    Dies ist die Konsequenz aus Fichte, die Jean Paul Sartre mit aller Radikalität wieder aufgenommen hat, wenn er sagt: der Mensch schafft sich selbst. Vgl. H. H. Holz, Jean Paul Sartre, Meisenheim/Glan 1951.Google Scholar
  33. 33.
    Wie nahe der junge Schelling dabei an das Marxsche Problem der Aufhebung der Philosophie in der Praxis kommt, zeigen die folgenden Formulierungen: »Das Wesen des Menschen ist Handeln (…) Sobald er sich selbst zum Objekt macht, handelt nicht mehr der ganze Mensch, er hat einen Theil seiner Thätigkeit aufgehoben, um über den anderen reflektieren zu können.« Im Handeln waren Gegenstand und Vorstellung noch zur Einheit zusammengeschlossen, mit dem Übergang zur Reflexion fallen sie auseinander. Die Aufgabe der Philosophie ist es dann, diese Spaltung wieder aufzuheben: »Darum eignet sie der Reflexion nur negativen Werth zu. Sie geht von jener ursprünglichen Trennung aus, um durch Freiheit wieder zu vereinigen, was im menschlichen Geiste ursprünglich und notwendig vereinigt war, d. h. um jene Trennung auf immer aufzuheben. Und da sie, inwieweit sie selbst nur durch jene Trennung nothwendig gemacht — selbst nur ein nothwendiges Übel — eine Disciplin der verirrten Vernunft war — so arbeitet sie in diesem Betracht zu ihrer eigenen Vernichtung.« F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. II, S. 13 f. — Zum Prinzip der Aufhebung der Philosophie durch ihre Verwirklichung in der Praxis des Proletariats kommt allerdings erst Marx, weil er das Handeln des Menschen als Arbeit, als Produktion zur Reproduktion seines Lebens, als Stoffwechsel des Menschen mit der Natur in der Form der Ökonomie begreifen kann. Menschliche Geschichte ist die aus der Natur (und ihrer Geschichte) entspringende Entgegensetzung des Menschen gegen die Natur, die doch selbst immer innerhalb der Gattungsallgemeinheit der Natur geschieht. Vgl. hierzu G. Harmsen, Natuur, geschiedenis, filosofie, Nijmegen 1974.Google Scholar
  34. 34.
    F. W J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. II, S. 16.Google Scholar
  35. 35.
    Ebd., S. 30.Google Scholar
  36. 36.
    Ebd., S. 23.Google Scholar
  37. 37.
    G. W Leibniz, z.B. »Discours de Metaphysique«, cap. 18, in: Kleine Schriften zur Metaphysik, a.a.O., S. 108 f.Google Scholar
  38. 38.
    F. W J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. II, S. 20. Hier auch die scharfe Kritik an Kants Missinterpretation der Leibnizschen Philosophie: »Doppelt unerträglich ist es daher, dass man jetzt erst für seine Philosophie die rechten Worte gefunden haben will, und dass die Kantische Schule ihm ihre Erdichtungen aufdringt- ihn Dinge sagen lässt, von denen allen er gerade das Gegentheil gelehrt hat.«Google Scholar
  39. 39.
    Vgl. H. H. Holz, »Schelling über Leibniz«, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, Jg. 2 (1954), Heft 4, S. 755 ff. An der Bestimmung des eigenen Verhältnisses zur Leibniz-Tradition liesse sich der Bruch in Schellings philosophisch-weit-anschaulicher Position exemplifizieren und als in der Tat ein Bruch, wenn auch nicht übergangslos zustande gekommen, aufzeigen.Google Scholar
  40. 40.
    Vgl. F. W. J. Schelling, Philosophie der Offenbarung, SW Bd. XIII u. XIV. Die Existenz-Frage des späten Schelling hat E. Bloch, »Subjekt — Objekt«, in: Werke, Bd. 6, Frankfurt/Main 1962, S. 395 ff., als eine zwar auf Abwege führende, aber doch berechtigterweise eine, von Hegel beiseite geschobene, Problematik aufgreifende Reaktion auf Hegel zu begreifen versucht. — Dass Heideggers Seins-Philosophie aus Schelling schöpft, macht die Lektüre die Philosophie der Offenbarung deutlich — ohne die Wendung gegen Hegels Panlogismus als einen verborgenen (und theologisch versteckten) materialistischen Denkanstoss kenntlich zu machen, als welcher er bei Schelling (malgré lui) dechiffriert werden kann — so z. B. in dem Programm, man habe »von dem absolut ausser dem Denken befindlichen Seyn auszugehen« (F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. XIII, S. 127).Google Scholar
  41. 41.
    In Schellings Problemexposition scheint mir ein Hinweis auf Erfordernisse zu liegen, denen eine Dialektik der Natur zu genügen hat.Google Scholar
  42. 42.
    G. W. Leibniz, »Entwürfe zu einem Buch über die Naturwissenschaft«, deutsch von Wolf von Engelhardt, in: Schöpferische Vernunft, Münster und Köln 19552, S. 324: »Am Körper aber kann, solange allein die Materie betrachtet wird, oder das, was den Raum ausfüllt, nichts anderes auf deutliche Weise begriffen werden als Grösse und Gestalt, die beide im Prinzip des Raumes enthalten sind, und die Bewegung, die die Veränderung des Raumes ist. Deshalb kann, was materiell ist, durch Grösse, Gestalt und Bewegung erklärt werden.«Google Scholar
  43. 43.
    G. W. Leibniz, »Specimen dynamicum«, deutsch von A. Buchenau, in: Hauptschriften zur Grundlegung der Philosophie, Hamburg 1904 (19663), S. 256 ff. Hier S. 271: »(…) dass man die Möglichkeit, alle körperlichen Erscheinungen von mechanisch wirkenden Ursachen herzuleiten, anerkennt, zugleich aber einsieht, dass die mechanischen Gesetze selbst, in ihrer Allgemeinheit, aus höheren Gründen herstammen (…)«Google Scholar
  44. 44.
    G. W. Leibniz, »Gegen Descartes«, deutsch a.a.O., S. 329 ff., hier 333 und 331: »(…) dass es unter der Voraussetzung durchgehender Raumerfüllung unmöglich wäre, irgendeine Veränderung wahrzunehmen, wenn in der Materie nichts anderes vorhanden wäre als die Masse selbst und die wechselseitige Verschiebung ihrer Teile« »So kann man überall dort von Ausdehnung sprechen, wo sich ein und dieselbe Wesenheit über eine Vielheit erstreckt und zerstreut.« Cassirer merkt an, dass Ausdehnung »einfach die Tatsache der wiederholten Setzung ein und desselben Inhalts« bezeichne (ebd.).Google Scholar
  45. 45.
    G. W. Leibniz, ebd., S. 332: »Wir behaupten nun, dass seine [scil. des Körpers] Wesenheit einzig und allein en tô dynamikô, d. h. in einem ursprünglichen, inneren Prinzip der Veränderung und Beharrung bestehen kann.«Google Scholar
  46. 46.
    Leibniz an de Voider, 30. Juni 1704, in: Philosophische Schriften, hg. von C. J. Gerhardt, Berlin 1875, Bd. II, S. 275 ff.Google Scholar
  47. 47.
    J. König, »Das System von Leibniz«, in: Vorträge und Aufsätze, Freiburg und München 1978, S. 35.Google Scholar
  48. 48.
    G. W. Leibniz, »Gegen Descartes«, a.a.O., S. 329.Google Scholar
  49. 49.
    J. König, a.a.O., S. 39.Google Scholar
  50. 50.
    F. W J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. II, S. 23.Google Scholar
  51. 51.
    Ebd., S. 49 f. Die Totalität der Natur als Kraftentfaltung wird nach den Bewegungsarten spezifiziert (ebd., S. 28).Google Scholar
  52. 52.
    »Dieses Dritte kann nun nicht selbst wieder eine Kraft seyn, denn sonst kämen wir auf die vorige Alternative zurück. Es muss also etwas seyn, das höher ist als selbst Kraft; Kraft aber ist das Letzte, worauf (wie ich erweisen werde) alle unsere physikalischen Erklärungen zurückkommen müssen: also müsste jenes Dritte etwas seyn, was ganz ausserhalb der Grenzen der empirischen Naturforschung liegt. Nun wird aber ausser und über der Natur in der gewöhnlichen Vorstellung nichts Höheres erkannt als der Geist (…) Allein wie ein Geist physisch wirken könne, davon haben wir auch nicht den geringsten Begriff; also kann auch ein geistiges Princip nicht Lebenskraft heissen (…) So sind wir genöthigt, nun in ein ganz entgegengesetztes System zu flüchten, in welchem auf einmal wieder Geist und Materie einander gegenüberstehen« (ebd., S. 50 f.). Dass Schelling letztlich dieses Problem auch später nicht zu lösen vermochte, könnte für sein Verstummen und die theologische »Kehre« der Spätphilosophie verantwortlich sein.Google Scholar
  53. 53.
    Ebd., S. 56.Google Scholar
  54. 54.
    Ebd., S. 55.Google Scholar
  55. 55.
    Ebd., S. 40 f.Google Scholar
  56. 56.
    Vgl. hierzu H. H. Holz, Leibniz a.a.O., Kap. 2 und A. Gurwitsch, Leibniz — Philosophie des Panlogismus, Berlin und New York 1974, S. 192 ff.Google Scholar
  57. 57.
    F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. II, S. 37.Google Scholar
  58. 58.
    Ebd., S. 38.Google Scholar
  59. 59.
    A.a.O., Bd. III, S. 13.Google Scholar
  60. 60.
    Ebd., S. 14 und 16.Google Scholar
  61. 61.
    Ebd., S. 16.Google Scholar
  62. 62.
    A. a. O., Bd. III, S. 23, vgl. S. 293.Google Scholar
  63. 63.
    Ebd., S. 23.Google Scholar
  64. 64.
    Ebd., S. 293.Google Scholar
  65. 65.
    Ebd., S. 73 f. und 84 f.Google Scholar
  66. 66.
    Ebd., S. 261.Google Scholar
  67. 67.
    Vgl. L. Geymonat, Storia del Pensiero Filosofico e Scientifico, Milano 1975, vol. III, S. 463 ff.Google Scholar
  68. 68.
    I. Kant, Kritik der reinen Vernunft, B 288.Google Scholar
  69. 69.
    F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. II, S. S 5. Die Leistung Schellings, den subjektiven Idealismus (der nach Feuerbach »nur ein negatives Verhältnis zur Natur hatte«) überwunden zu haben, charakterisiert M. Buhr, Vernunft, Mensch, Geschichte, Berlin 1977, S. 179 ff; hier S. 183 ff.Google Scholar
  70. 70.
    F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O, Bd. V, S. 121: »Durch dieselbe Wendung, welche zum Princip der Philosophie die absolute Entzweiung gemacht hat, wurde auch die Betrachtungsweise der Natur bestimmt, welche in der neueren Zeit die herrschende ist… Die Kunst zu isoliren und die Natur unter künstlich veranstalteten Verbindungen und Trennungen zu beobachten, ist eine Erfindung der späteren Kultur.«Google Scholar
  71. 71.
    C. Warnke, »Systemdenken und Dialektik in Schellings Naturphilosophie«, in: H. Bergmann/U. Hedtke/P. Ruben/C. Warnke, Dialektik und Systemdenken, Berlin 1977, S. 99 ff.; hier S. 102 f.: »Der Denkeinsatz und unverlierbare Beitrag des frühen Schelling zur Geschichte der Philosophie besteht also darin, an der theoretischen Bewältigung des Naturverhältnisses der zu industrieller Produktion übergegangenen Bourgeoisie in vorderster Linie und kräftig mitgewirkt zu haben (…).« Seine Naturphilosophie »markiert die neue Epoche, in der das Industriekapital sein neuartiges Naturverhältnis auszubilden beginnt«. — Es ist allerdings nicht richtig, dass es Schelling nicht mehr darum gehe, »wie eine (…). Natur ausser uns wirklich geworden ist« (Schelling-Zitat bei Warnke, S. 102). Die von Warnke ausgelassene Stelle im Zitat muss ergänzt werden: »(…) solche zweckmässige (…)« Die Zweckmässigkeit der Natur, ihrer blossen Mechanik entgegengesetzt, meint aber den nicht empirischen, spekulativ gedachten Gesamtzusammenhang, da nur vom Ganzen her der Zweck des Einzelnen bestimmt werden kann. Und in der Tat ist es eine berechtigte Frage, wie wir zu der spekulativen Idee der Natur als Totalität gelangen; diese Frage stellt Schelling am Anfang der Ideen, wenn er fordert, »eine Philosophie der Natur solle die Möglichkeit einer Natur, d. h. der gesammten Erfahrungswelt aus Principien ableiten« (F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. II, S. 11.) Die von C. Warnke ausgelassenen Stellen in diesem und dem folgenden Zitat sind für ein angemessenes Verständnis relevant.Google Scholar
  72. 72.
    A.a.O., Bd. V, S. 118.Google Scholar
  73. 73.
    Ebd., S. 121. Ich teile daher auch nicht Camilla Warnkes Einschätzung, Schellings Position sei »die Aneignung der Natur vom Standpunkt des Citoyen« (a.a.O., S. 103), sondern sehe hier nur eine nostalgische Kapitalismus-Kritik, in der der spätere Umschlag in reaktionäre Folgerungen schon angelegt ist.Google Scholar
  74. 74.
    F. W J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. III, S. 273.Google Scholar
  75. 75.
    Ebd., S. 652 f.Google Scholar
  76. 76.
    Ebd., S. 331.Google Scholar
  77. 77.
    Ebd., S. 339.Google Scholar
  78. 78.
    Vgl. H. H. Holz, »Hegel vom Kopf auf die Füsse gestellt«, in: M. Buhr/T. I. Oiserman, Vom Mute des Erkennens, Berlin 1981, S. 46 ff.; hier: S. 56 ff.Google Scholar
  79. 79.
    F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. III, S. 355.Google Scholar
  80. 80.
    A.a.O., Bd. XIII, S. 127.Google Scholar
  81. 81.
    A.a.O., Bd. III, S. 355.Google Scholar
  82. 82.
    Vgl. Holz, »Die Konstruktion des Kontingenten«, a.a.O.Google Scholar
  83. 83.
    Wie auf diesem Umweg der Übergang zu Hegel angebahnt wird, ist nicht mehr Gegenstand der vorliegenden Untersuchung.Google Scholar
  84. 84.
    F. W. J. Schelling, Sämmtliche Werke, a.a.O., Bd. III, S. II.Google Scholar
  85. 85.
    Ebd, S. 12.Google Scholar
  86. 86.
    Ebd., S. 13; vgl. ebd., S. 276: »Wir wissen nur das Selbsthervorgebrachte, das Wissen im strengsten Sinne des Wortes ist also reines Wissen a prioriGoogle Scholar
  87. 87.
    So zum Beispiel in der Einleitung zu dem »Entwurf eines Systems der Naturphilosophie« (1799), ebd., S. 269 ff., insbesondere S. 274 ff. Auf merkwürdige Weise berührt sich Schelling dann wieder mit dem subjektiven Idealismus der neopositivistischen Wissenschaftstheorie: »Jedes Experiment ist eine Frage an die Natur, auf welche zu antworten sie gezwungen wird. Aber jede Frage enthält ein verstecktes Urtheil a priori, jedes Experiment, das Experiment ist, ist Prophezeiung; das Experimentiren selbst ist ein Hervorbringen der Erscheinungen« (ebd., S. 276).Google Scholar
  88. 88.
    Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie, Werke (Suhrkamp), Band 20, Frankfurt am Main 1971, S. 421 f.Google Scholar
  89. 89.
    Ebd., S. 420 und 426.Google Scholar
  90. 90.
    Hegel charakterisiert die unvermittelte »intellektuelle Anschauung« bei Schelling: »Die Schellingsche Philosophie macht also den Anfang vom unmittelbaren Wissen, von der intellektuellen Anschauung; aber das Zweite ist, dass ihr Inhalt nicht mehr das Unbestimmte, das Wesen der Wesen ist, sondern das Absolute als konkret. Was die Form der intellektuellen Anschauung betrifft, so ist darüber schon gesprochen; es ist die bequemste Manier, die Erkenntnis darauf zu setzen — auf das, was einem einfällt. (…) Indem die Voraussetzung der Philosophie ist, dass die Individuen die unmittelbare Anschauung von dieser Identität des Subjektiven und des Objektiven haben, so erscheint die Philosophie in den Individuen als ein Kunsttalent, Genie, als ob nur Sonntagskinder sie hätten. Philosophie aber ist ihrer Natur nach fähig, allgemein zu sein; denn ihr Boden ist das Denken, und eben dadurch ist der Mensch Mensch.« Werke, a.a.O., S. 428. — Dagegen hat Hegel die Leere einer solchen Evidenz geltend gemacht: »Was aber von der intellektuellen Anschauung oder — wenn ihr Gegenstand das Ewige, das Göttliche, das Absolute genannt wird — was vom Ewigen und Absoluten im Anfange der Wissenschaft da ist, dies kann nichts anderes sein als erste, unmittelbare, einfache Bestimmung. Welcher reichere Name ihm gegeben werde, als das blosse Sein ausdrückt, so kann nur in Betracht kommen, wie solches Absolute in das denkende Wissen und in das Aussprechen dieses Wissens eintritt. Die intellektuelle Anschauung ist wohl die gewaltsame Zurückweisung des Vermitteins und der beweisenden, äusserlichen Reflexion. Was sie aber mehr ausspricht als einfache Unmittelbarkeit, ist ein Konkretes, ein in sich verschiedene Bestimmungen Enthaltendes. Das Aussprechen und die Darstellung eines solchen jedoch ist, wie schon bemerkt, eine vermittelnde Bewegung, die von einer der Bestimmungen anfangt und zu der anderen fortgeht, wenn diese auch zur ersten zurückgeht; — es ist eine Bewegung, die zugleich nicht willkürlich und assertorisch sein darf.« Hegel, Wissenschaft der Logik, Werke a.a.O, Band 5, S. 78 = hist.-krit. Gesamtausgabe, Hamburg 1985, Band 21, S. 64.Google Scholar
  91. 91.
    Schelling, Darstellung meines Systems, Sämmtliche Werke IV, S. 105 ff., hier 118.Google Scholar
  92. 92.
    Ebd., S. 118.Google Scholar
  93. 93.
    Ebd., S. 134.Google Scholar
  94. 94.
  95. 95.
    Ebd., S. 136: »Weder A als Subjekt noch A als Objekt kann an sich gesetzt werden, sondern nur das eine und selbe A = A mit der überwiegenden Idealität (als Ausdruck des Erkennens) und Realität (als Ausdruck des Seyns) und der quantitativen Indifferenz beider«.Google Scholar
  96. 96.
    Schelling, Über die Natur der Philosophie als Wissenschaft, Sämmtliche Werke IX, S. 209 ff., hier S. 244 und 240: »Der Mensch sollte das stille Innere der zu sich gekommenen ewigen Freiheit seyn, die eben durch dieses zu-sich-Kommen die verwirklichte Weisheit war. Wenn dieses zu-sich-selbst-Kommen nicht gestört wurde, so war die im Menschen zu sich selbst gebrachte, also sich selbst wissende Freiheit auch die ihrer selbst mächtige, und auch die jetzt nicht ihrer selbst mächtige — die wir in der Natur sehen — wurde zur besonnenen, und die sich selbst wissende ewige Freiheit — und durch sie der Mensch — war die besonnene Macht oder Magie aller Dinge. Aber der Mensch störte jenes zu-sich-selbst-Kommen, indem er die ewige Freiheit für sich wollte. (…) Nicht eben gezwungen, aber doch nothwendig und unausbleiblich wird der Mensch sich die ewige Freiheit, die er ist, anziehen, sie für sich wollen, um eigenmächtig mit ihr zu wirken. (…) Die ewige Freiheit aber, die er war, verdrängte er von ihrer Stelle; eben dadurch, dass er sie anziehen wollte, also sich zum Subjekt gegen sie machte, schloss er sie aus (diess der oft erwähnte Widerspruch).«Google Scholar
  97. 97.
    Wilhelm Dilthey, Die Typen der Weltanschauung und ihre Ausbildung in den metaphysischen Systemen, Gesammelte Schriften, Göttingen 1914 ff., Band VIII, S. 75 ff.Google Scholar
  98. 98.
    Joachim Ritter, Metaphysik und Politik, Frankfurt am Main 1969, S. 196 ff.Google Scholar
  99. 99.
    Schelling, Zur Geschichte der neueren Philosophie, Sämmtliche Werke X, S. 8.Google Scholar
  100. 100.
    Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft B 826.Google Scholar
  101. 101.
    Manfred Buhr, Vernunft — Mensch — Geschichte, Berlin 1977, S. 183 und 182.Google Scholar
  102. 102.
    Schelling, Darstellung meines Systems, a.a.O., IV, S. 107.Google Scholar
  103. 103.
  104. 104.
    Ebd., S. 108.Google Scholar
  105. 105.
    Schelling, System der gesamten Philosophie und der Naturphilosophie im besonderen, Sämmtliche Werke, VI, S. 131 ff., hier: S. 207.Google Scholar
  106. 106.
    Schelling, Zur Geschichte der neueren Philosophie, Sämmtliche Werke 10, S. 1 ff., hier: S. 123.Google Scholar
  107. 107.
    Schelling, System der gesamten Philosophie (…), a.a.O., 6, S. 157, 159, 177.Google Scholar
  108. 108.
    Schelling, Zur Geschichte der neueren Philosophie, a.a.O., 10, S. 124.Google Scholar
  109. 109.
    Hier beginnt der Prozess, der in der Spätphilosophie kulminiert, die wiederum als eine unmittelbare Vorlage für Martin Heidegger angesehen werden kann.Google Scholar
  110. 110.
    Schelling, System der gesamten Philosophie (…), a.a.O., 6, S. 182 f.Google Scholar
  111. 111.
    Ebd., S. 141 ff.Google Scholar
  112. 112.
    Schelling, Zur Geschichte der neueren Philosophie, a.a.O., 10, S. 125.Google Scholar
  113. 113.
    Schelling, Darstellung meines Systems der Philosophie, a.a.O., 4, S. 117: »Der Satz A = A bedarf keiner Demonstration. Er ist Grund aller Demonstration. Das, was durch ihn gesetzt ist, ist nur dieses unbedingte Gesetztsein selbst. Woran nun dieses unbedingte Gesetztsein sich äussere, ist für dasselbe völlig gleichgültig.« Vgl. auch Gottfried Wilhelm Leibniz, Opuscules et fragments inédits, Paris 1903, S. 187. Dazu Hans Heinz Holz, Leibniz, Frankfurt am Main und New York 1992, S. 39 ff.Google Scholar
  114. 114.
    Schelling, ebd., S. 117.Google Scholar
  115. 115.
    Ebd., S. 116 ff.Google Scholar
  116. 116.
    Ebd.. S. 117Google Scholar
  117. 117.
    Ebd., S. 118.Google Scholar
  118. 118.
    Schelling, System des transcendentalen Idealismus, a.a.O., 3, S. 327 ff., hier: S. 372.Google Scholar
  119. 119.
  120. 120.
    Ebd., S. 373.Google Scholar
  121. 121.
    Ebd., S. 367.Google Scholar
  122. 122.
    Ebd., S. 369.Google Scholar
  123. 123.
    Ebd., S. 368 ff.Google Scholar
  124. 124.
    Ebd., S. 369.Google Scholar
  125. 125.
    Etwas, das sich zeigt und darum aufgezeigt werden kann, also nicht demonstriert zu werden braucht, wird durch Intuition aufgefasst. Vgl. Josef König, Der Begriff der Intuition, Halle 1926.Google Scholar
  126. 126.
    Schelling, System des transcendentalen Idealismus, a.a.O., 3, S. 374: »Es ist eben daraus zu ersehen, dass im Begriff des Ich etwas Höheres als der blosse Ausdruck der Individualität liegt, dass es der Akt des Selbstbewusstseins überhaupt ist, mit welchem gleichzeitig allerdings das Bewusstsein der Individualität eintreten muss, der selbst aber nichts Individuelles enthält.«Google Scholar
  127. 127.
    Ebd., S. 376.Google Scholar
  128. 128.
    Ebd., S. 375: »Soll Etwas überhaupt etwas Reelles im Gegensatz gegen das bloss Eingebildete bezeichnen, so muss das Ich wohl etwas Reelles seyn, da es Princip aller Realität ist. Aber ebenso klar ist, dass es eben deswegen, weil es Princip aller Realität ist, nicht in demselben Sinne reell seyn kann, wie das, welchem bloss abgeleitete Realität zukommt.«Google Scholar
  129. 129.
    Ebd., S. 376.Google Scholar
  130. 130.
    Ebd., S. 533.Google Scholar
  131. 131.
    Ebd., S. 376.Google Scholar
  132. 132.
    Ebd., S. 379.Google Scholar
  133. 133.
    Vgl. Schelling, Zur Geschichte der neueren Philosophie, a.a.O., 10, S. 13: »Weil die Vorstellungen keine Bürgschaft in sich selbst, so bedarf er eines Bürgen für die Wahrheit seiner Vorstellungen von den Aussendingen. (…) Diesen Bürgen findet er in Gott, dessen Dasein aber dann vorher bewiesen sein muss.«Google Scholar
  134. 134.
    Schelling, System des transcendentalen Idealismus, a.a.O., 3, S. 378.Google Scholar
  135. 135.
    Ebd., S. 379.Google Scholar
  136. 136.
    Ebd., S. 339 ff. Es ist bemerkenswert, wie eng diese Formulierung an Friedrich Engels’ Fassung der »Grundfrage der Philosophie« herankommt. Vgl. dazu auch Band III, Hauptstück III, Kapitel 3.Google Scholar
  137. 137.
    Ebd., S. 340 ff.Google Scholar
  138. 138.
    Ebd., S. 342.Google Scholar
  139. 139.
    Ebd., S. 348.Google Scholar
  140. 140.
    Schelling, Darstellung meines Systems der Philosophie, a.a.O., 4, S. 125, 129.Google Scholar
  141. 141.
    Ebd., S. 132.Google Scholar
  142. 142.
    Ebd., S. 130.Google Scholar
  143. 143.
    Ebd., S. 122.Google Scholar
  144. 144.
    Ebd., S. 123.Google Scholar
  145. 145.
    Ebd., S. 144.Google Scholar
  146. 146.
    Ebd., S. 147. Vgl. auch ebd., S. 144: »Die Materie als solche für reell achten, ist die niedrigste Stufe der Erkenntnis; in der Materie dasjenige erblicken, was sie mit dem Unendlichen gemein hat (Totalität in bezug auf sich selbst), also sie überhaupt nur als Totalität erkennen, ist die zweite, und endlich erkennen, dass die Materie absolut betrachtet überhaupt nicht, und dass sie nur die absolute Identität ist, ist die höchste Stufe oder die echt spekulative Erkenntnis.«Google Scholar
  147. 147.
    Ebd., S. 145.Google Scholar
  148. 148.
    Vgl. Camilla Warnke, Systemdenken und Dialektik in Schellings Naturphilosophie, in: H. Bergmann, U. Hedtke, P. Ruben, C. Warnke, Dialektik und Systemdenken, Berlin 1977, S. 99 ff.Google Scholar
  149. 149.
    Schelling, Zur Geschichte der neueren Philosophie, a.a.O., 10, S. 185.Google Scholar
  150. 150.
    Schelling, System des transcendentalen Idealismus, a.a.O., 3, S. 359.Google Scholar
  151. 151.
    Ebd., S. 360.Google Scholar
  152. 152.
    Schelling, Darstellung meines Systems der Philosophie, a.a.O., 4, S. 142, 150 und 134.Google Scholar
  153. 153.
    Schelling, System des transcendentalen Idealismus, a.a.O., 3, S. 362.Google Scholar
  154. 154.
    Dieser Sonderfall ist, weil er die im Denken selbst entspringende Anschauung des Denkens beschreibt, die Quelle des idealistischen Scheins, das Denken erzeuge seine Gegenstände.Google Scholar
  155. 155.
    Schelling, System des transcendentalen Idealismus, a.a.O., 3, S. 357.Google Scholar
  156. 156.
    Ebd., S. 357.Google Scholar
  157. 157.
    Ebd., S. 353.Google Scholar
  158. 158.
    Ebd., S. 358 ff.Google Scholar
  159. 159.
    Ebd., S. 339.Google Scholar
  160. 160.
    Ebd., S. 359.Google Scholar
  161. 161.
    Zum Spiegelverhältnis und seiner logischen Struktur vgl. Hans Heinz Holz, Dialektik und Widerspiegelung, Köln 1983, S. 62 ff. Ders., Das Widerspiegelungs-Theorem, in: J. Bartels, H. H. Holz, J. Lensink, D. Pätzold, Dialektik als offenes System, Köln 1986, S. 73 ff.Google Scholar
  162. 162.
    Schelling, System des transcendentalen Idealismus, a.a.O., S. 359.Google Scholar
  163. 163.
    Ebd., S. 363 f.Google Scholar
  164. 164.
    Ebd., S. 367.Google Scholar
  165. 165.
    Ebd., S. 373.Google Scholar
  166. 166.
    Ebd., S. 382.Google Scholar
  167. 167.
  168. 168.
    Ebd., S. 385. Vgl. auch ebd., S. 388 f.: »Der Akt des Selbstbewusstseyns ist ideell und reell zugleich und durchaus. Durch denselben wird, was reell gesetzt ist, unmittelbar auch ideell und was ideell gesetzt wird, auch reell gesetzt. Diese durchgängige Identität des ideellen und reellen Gesetzseyns im Akt des Selbstbewusstseyns kann in der Philosophie nur als sukzessiv entstehend vorgestellt werden.«Google Scholar
  169. 169.
    Es ist nicht so, dass Schelling von der Spiegelmetapher überhaupt keinen Gebrauch gemacht habe. In der Naturphilosophie vor 1800 ist der Einfluss von Leibniz (wie wir gesehen haben) so stark, dass dessen Bild vom »lebendigen Spiegel« natürlich auch bei Schelling seine Rückwirkungen hinterlassen hat. K. J. Grün hat mich auf folgende Stelle bei Schelling aufmerksam gemacht, die ein Argument für die These von der Spiegelstruktur liefert: »Mit dem unendlichen Geist erst ist auch eine Welt (der Spiegel seiner Unendlichkeit) da, und die ganze Wirklichkeit ist doch nichts anderes, als jener ursprüngliche Streit in unendlichen Produktionen und Reproduktionen.« Im Anschluss an Manfred Frank weist Detlev Pätzold darauf hin, dass die Spiegelmetapher als Terminus der Setzung noch 1804 und 1806 erscheint, mit der besonders wichtigen Beziehung auf das Paradigma des Sehens: Das Auge kann sich selbst nur im Spiegel erblicken. (Vgl. dazu oben die Ausführungen zu Fichte!). »Wie das Auge, indem es sich selbst im Widerschein, z.B. im Spiegel, erblickt, sich selbst setzt, sich selbst anschaut, nur inwiefern es das Reflektierende — den Spiegel — als nichts für sich setzt und wie es gleichsam Ein Akt des Auges ist wodurch es sich selbst setzt, sich selbst sieht, und das Reflektierende nicht sieht, es nicht setzt: so setzt oder schaut das All sich selbst, indem es das Besondere nicht-setzt, nicht-schaut; beides ist Ein Akt in ihm; das Nichtsetzen des Besonderen ist ein Schauen, ein Setzen seiner selbst, und dies ist die Erklärung vom höchsten Geheimnis der Philosophie, wie nämlich die ewige Substanz oder Gott durch das Besondere oder die Erscheinung nicht modifiziert ist, sondern nur sich selbst schaut und selbst ist als die Eine unendliche Substanz.« Schelling, System der gesamten Philosophie (…), a.a.O., 6, S. 197 f. Vgl. auch Schelling, Aphorismen zur Einleitung in die Naturphilosophie, (1806), a.a.O., 7, S. 140 ff., hier: S. 172 f. — Wenn WE. Ehrhard als Einwand gegen die Spiegel-These geltend macht, dass Schelling hier die Spiegel-Metapher nicht verwandt habe und man die Frage stellen müsse, warum wohl nicht, so möchte ich dazu eine Vermutung äussern: Schelling hat sich zunehmend von den, wie er meinte, materialistischen Implikationen des Spinozismus und Leibnizianismus abgewandt, bis hin zur offenen Kritik in den Vorlesungen zur Geschichte der neueren Philosophie; vgl. Hans Heinz Holz, Schelling über Leibniz, Deutsche Zeitschrift für Philosophie 1954, Jg. II, S. 755 ff. Es möchte sein, dass ihm aus solchen Gründen der systematische Gebrauch des Spiegel-Modells nicht mehr angemessen erschien — und in der Tat machte er ja auch den ersten Schritt zum Identitätsmodell in der Darstellung von 1801. Diese Wendung — von Hegel als ein Mangel an Dialektik beklagt — führt dann in jene Aporien, nach deren Ursprung wir hier suchen.Google Scholar
  170. 170.
    Man denke an das Marx-Wort: Die Menschen machen ihre Geschichte selbst, aber unter gegebenen Voraussetzungen.Google Scholar
  171. 171.
    Schelling, System des transcendentalen Idealismus, a.a.O., S. 380.Google Scholar
  172. 172.
    Das »Zurückdrängen der Naturschranke« ist die materialistische Übersetzung dieses Vorgangs.Google Scholar
  173. 173.
    Schelling, Darstellung des philosophischen Empirismus, a.a.O., 10, S. 225 ff., hier: S. 234. Die folgenden Sätze bringen dies auf populäre Art zum Ausdruck: »Zwischen dem, welcher eine Philosophie lehrt, und denen, welchen er sie mittheilt, besteht das stillschweigende Übereinkommen, dass jener ihnen die Welt erkläre; dieses Übereinkommen wird aber verletzt, wenn jener die Erklärung damit anfängt, dass er einen beträchtlichen Theil der Welt gleich als nicht existirend erklärt, etwa wie ein Chirurg, der ein Glied, das er heilen sollte, lieber gleich gar abschneidet, weil dieses doch der kürzeste Weg sey, jemand von der Ungelegenheit, die es ihm verursacht, zu befreien.« Ebd.Google Scholar
  174. 174.
    Ebd., S. 229.Google Scholar
  175. 175.
    Ebd., S. 240.Google Scholar
  176. 176.
    Vgl. ebd., S. 248: »Wir sagten soeben, das erste sey der Anfang, früher haben wir es schon als das hypokeimenon, als die Unterlage oder Materie des Processes bestimmt. Wir können auch sagen, es sey die eigentliche Substanz im Process, nämlich id quod substat. Von dem zweiten haben wir schon bemerkt, dass es sich im Process als Ursache verhalte, als Ursache nämlich der Umwendung des B in A.« (Das besagt der Umwandlung des Objektiven ins Subjektive).Google Scholar
  177. 177.
    Ebd., S. 249 f. Weiter ebd., S. 251 f.: »Hier gilt wieder, und zwar im höchsten Sinne, die Lehre der Alten und Piatons insbesondere, dass das nicht Seyende dem Seyn nach um nichts schlechter oder geringer, nämlich um nichts weniger seyend sey als das von uns so genannte SeyendeGoogle Scholar
  178. 178.
    Ebd., S. 254.Google Scholar
  179. 179.
    Ebd., S. 255.Google Scholar
  180. 180.
    Ebd., S. 259.Google Scholar
  181. 181.
    Ebd., S. 261 f.Google Scholar
  182. 182.
    Ebd., S. 262.Google Scholar
  183. 183.
    Schelling, Darstellung meines Systems, a.a.O., 4, S. 107.Google Scholar
  184. 184.
    Schelling, Philosophie der Offenbarung, Stuttgart 1858, S. 58 f.Google Scholar
  185. 185.
    Ernst Bloch, Subjekt-Objekt, Gesamtausgabe Band 8, Frankfurt am Main 1962, S. 398 und 397.Google Scholar
  186. 186.
    Martin Heidegger, Was heisst Denken?, Tübingen 1954.Google Scholar
  187. 187.
    Leibniz, Principes de la nature et de la grace, in Kleine Schriften zur Metaphysik, hg. und übers. von Hans Heinz Holz, Darmstadt und Wiesbaden 1965, S. 427.Google Scholar
  188. 188.
    Schelling, Philosophie der Offenbarung, a.a.O., S. 187 f.Google Scholar
  189. 189.
    Ebd., S. 204.Google Scholar
  190. 190.
    Vgl. Hans Heinz Holz, De actualiteit van de metafysica, Kampen 1991, Kapitel 3 (Metaphysik im 19. und 20. Jahrhundert), S. 39 ff.Google Scholar

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