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Johann Gottfried Schnabel Die Melancholie des Erzählens

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Zusammenfassung

Der Eintrag, den der Teilnehmer am Spanischen Erbfolgekrieg unter Prinz Eugen, Hofbarbier, gräfliche Kammerdiener, Zeitungsherausgeber und -schreiber, Bücherkommissionär, Lotteriekollekteur und Romanautor Johann Gottfried Schnabel (1692–1752)1 in der Literaturgeschichte gefunden hat, gründet sich auf den zwiespältigen Ruhm seines vierbändigen Robinsonadenromans Wunderliche Fata einiger See-Fahrer […] (1731–1743), der, wiederholt nachgedruckt, zu einem vielgescholtenen »Lieblingsbuch des achtzehnten Jahrhunderts«2 wurde. Im ersten Band der Insel Felsenburg, wie Schnabels Roman spätestens seit der von Ludwig Tieck mit einer Einleitung versehenen Neuausgabe aus dem Jahr 1828 allgemein genannt wird, sieht die Forschung den Idealtypus der literarischen Utopie in Deutschland3, ein Dokument des sich artikulierenden bürgerlichen Selbstbewußtseins4 sowie ein neues Paradigma frühaufklärerischer Rationalität und Affektstruktur5. Mit den Fortsetzungsbänden der Insel Felsenburg und den anderen Romanen Schnabels hat sich die Forschung kaum auseinandergesetzt.6 Brüggemanns Verdikt hat sich eingebürgert: »Keines [der anderen Bücher Schnabels] aber hat einen solchen Erfolg gehabt wie ›Die Insel Felsenburg‹ aus dem Jahre 1731. Dieser Erfolg veranlaßte Schnabel, 1732, 1736 und 1743 den Roman in weiteren Bänden fortzusetzen, wiewohl der erste Band ein in sich geschlossenes Ganzes dargestellt hatte. […] Der zweite Band bringt noch manches von bedeutendem kulturgeschichtlichen Interesse. Der dritte Band ist schon sehr schwach, und der vierte Band ist wirklich nur noch, wie der Verfasser im Vorwort ehrlich zugibt, um des ›Honorarium‹ willen geschrieben.«7

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Notizen

  1. 1.
    vgl. Roland Haas, Lesend wird sich der Bürger seiner Welt bewußt. Der Schriftsteller Johann Gottfried Schnabel und die deutsche Entwicklung des Bürgertums in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, Frankfurt a. M., Bern, Las Vegas 1977, 25–49.Google Scholar
  2. 2.
    Brüggemann, Fritz, Utopie und Robinsonade. Untersuchungen zu Schnabels Insel Felsenburg (1731–1743), Weimar 1914, 1.Google Scholar
  3. 3.
    Gabrielle Bersier, Wunschbild und Wirklichkeit. Deutsche Utopien im 18. Jahrhundert, Heidelberg 1981, 56–62;Google Scholar
  4. Ludwig Stockinger, Ficta Respublica. Gattungsgeschichtliche Untersuchungen zur utopischen Erzählung in der deutschen Literatur des frühen 18. Jahrhunderts, Tübingen 1981, 399–449;CrossRefGoogle Scholar
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  6. Götz Müller, Gegenwelten. Die Utopie in der deutschen Literatur, Stuttgart 1989, 71–83.Google Scholar
  7. 4.
    Vgl. Fritz Brüggemann (Hrsg.), Vorboten der bürgerlichen Kultur. Johann Gottfried Schnabel und Albrecht von Haller, unveränd. fotomech. Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1931, Darmstadt 1964, 17 f.;Google Scholar
  8. Jan Knopf, Frühzeit des Bürgers. Erfahrene und verleugnete Realität in den Romanen Wickrams, Grimmelshausens, Schnabels, Stuttgart 1978, 85–110.Google Scholar
  9. 5.
    Vgl. Paul Mog, »Zivilisatorische Rationalität in J. G. Schnabels Insel Felsenburg«, in: ders., Ratio und Gefühlskultur. Studien zu Psychogenese und Literatur im 18. Jahrhundert, Tübingen 1976, 58–76.Google Scholar
  10. Vgl. auch Bernhard Fischer, »Der moralische Naturzustand und die Vernunft der Familie. Eine Studie zu Schnabels Wunderlichen FATA«, DVjs, 61/1 (1987), 68–88.Google Scholar
  11. 6.
    Ausnahmen bilden Hans Mayer, »Die alte und die neue epische Form. Johann Gottfried Schnabels Romane«, in: ders., Von Lessing bis Thomas Mann. Wandlungen der bürgerlichen Literatur in Deutschland, Pfullingen 1959, 35–78,Google Scholar
  12. 9.
    Vgl. auch Günter Dammann, »Stollberg im Meer«, Die Zeit, 47 (1992), 77.Google Scholar
  13. 10.
    Vgl. etwa Jürgen Jacobs, Prosa der Aufklärung. Kommentar zu einer Epoche, München 1976, 136–145;Google Scholar
  14. Dieter Kimpel, Der Roman der Aufklärung (1670–1774), Stuttgart 21977, 43–48;Google Scholar
  15. 11.
    Klaus-Detlef Müller, »Johann Gottfried Schnabel«, in: Deutsche Dichter des 17. Jahrhunderts. Ihr Lehen und Werk, hrsg. von Harald Steinhagen und Benno von Wiese, Berlin 1984, 871–885, 883.Google Scholar
  16. 12.
    Vgl. Volker Meid, Der deutsche Barockroman, Stuttgart 1974, 67.Google Scholar
  17. vgl. Giles R. Hoyt, »Der höfisch-historische satirische galante landstörtzerische Staats-Helden-Liebes-Barock-Roman or the Babel of Genre in the 17th Century German Novel«, Colloquia Germanica, 13 (1980), 321–333.Google Scholar
  18. 13.
    Vgl. Klaus-Detlef Müller, Autobiographie und Roman. Studien zur literarischen Autobiographie der Goethezeit, Tübingen 1976, 88 ff.Google Scholar
  19. 15.
    Vgl. dazu Helmuth Kiesel and Paul Münch, Gesellschaft und Literatur im 18. Jahrhundert. Voraussetzungen und Entstehung des literarischen Markts in Deutschland, München 1977.Google Scholar
  20. Eberhard Julio, Curieusen Lesern aber zum vermutlichen Gemüts-Vergnügen ausgefertiget, auch par Commission dem Druck übergeben von Gisandern, Nordhausen 1743.Google Scholar
  21. 17.
    vgl. auch Inge Weinhold, Johann Gottfried Schnabels »Insel Felsenburg«. Eine zeitmorphologische Untersuchung, Bonn 1964.Google Scholar
  22. 18.
    Johann Gottfried Schnabel, Insel Felsenburg, hrsg. v. Meid u. Springer-Strand, 1985, mitgeteilt.Google Scholar
  23. 25.
    August Langen, Anschauungsformen in der deutschen Dichtung des 18. Jahrhunderts. Rahmenschau und Rationalismus, unveränd. reprograf. Nachdr. d. Ausgabe Jena 1934, Darmstadt 1968, 19.Google Scholar
  24. 26.
    Vgl. auch Henning Eichberg, »Geometrie als barocke Verhaltensnorm. Fortifikation und Exerzitien«, Zeitschrift für historische Forschung, 4 (1977), 17–50.Google Scholar
  25. 27.
    Arno Schmidt, »Herrn Schnabels Spur. Vom Gesetz der Tristaniten«, in: ders., Dya Na Sore. Gespräche in einer Bibliothek, Karlsruhe 1985, 54–98, 90.Google Scholar
  26. 37.
    Dietrich Naumann, Politik und Moral. Studien zur Utopie der deutschen Aufklärung, Heidelberg 1977, 100.Google Scholar
  27. 43.
    Vgl. Schnabel, Insel Felsenburg, hrsg. v. W. Voßkamp, Zeittafel, 257. Noch die 1920 im Münchener Georg Müller Verlag erschienene Ausgabe des Cavaliers stellt dem Text »Herrn Johann Ferdinand Kramers Lebens-Geschichte« aus den Wunderlichen Fata als Biographie des Autors voran.Google Scholar
  28. Vgl. Joh. Gottfr. Schnabel, Der im Irrgarten der Liebe herumtaumelnde Kavalier, 2 Bde., München 1920, I, 1–60.Google Scholar
  29. 45.
    Sören Kierkegaard, Entweder/Oder, Zweiter Teil, übers, von Emanuel Hirsch, Düsseldorf 1957, 197 ff.Google Scholar
  30. 47.
    (Hans Steffen, »J. G. Schnabels ›Insel Felsenburg‹ und ihre formengeschichtliche Einordnung«, GRM, N.F., 11 [1961], 51–61, 59),Google Scholar
  31. 48.
    Julia Kristeva, Die Revolution der poetischen Sprache, aus dem Französischen übersetzt und mit einer Einleitung versehen von Reinhold Werner, Frankfurt a. M. 1978, 49.Google Scholar
  32. 51.
    Zu dieser Passage vgl. auch Mog, Ratio und Gefühlskultur, 58 f., und zur Landschaft der Insel Felsenburg insgesamt Rosemarie Haas, »Die Landschaft auf der Insel Felsenburg«, Zeitschrift für deutsches Altertum, 91 (1961/62), 63–84;Google Scholar
  33. auch in: Alexander Ritter (Hrsg.), Landschaft und Raum in der Erzählkunst, Darmstadt 1975, 262–292.Google Scholar
  34. 53.
    Vgl. Peter Brosche, »Neue Sammlung von Schnabels Spuren«, Photorin. Mitteilungen der Lichtenberg-Gesellschaft, 11–12 (1987), 79–85, 80 f. u. Anm. 5.Google Scholar
  35. 54.
    Joachim Metzner, Persönlichkeitszerstörung und Weltuntergang. Das Verhältnis von Wahnhildung und literarischer Imagination, Tübingen 1976, 43, spricht von dem heidnischen Tempel, auf den die Felsenburger auf Klein-Felsenburg stoßen, als von einem »Tempellabyrinth«.CrossRefGoogle Scholar
  36. 56.
    Zur psychoanalytischen Deutung der Insel als Mutter im Bereich der Robinson-Literatur vgl. Rüdiger Steinlein, Die domestizierte Phantasie. Studien zur Kinderliteratur, Kinderlektüre und Literaturpädagogik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, Heidelberg 1987, 156 ff.Google Scholar
  37. 61.
    Judith Shklar, »The Political Theory of Utopia. From Melancholy to Nostalgia«, Daedalus, 94/2 (1965), 367–381, sieht die Differenz als »melancholy contrast between what might be and what will be« (370), »between the possible and the probable« (371).Google Scholar
  38. 67.
    Zur diätetischen Funktion der Literatur vgl. auch Siegfried Schneiders, »›Edel Ingenium‹ und Melancholie. Zur Schreibmotivation Grimmelshausens«, Simpliciana, 10 (1988), 61–78;Google Scholar
  39. 73.
    vgl. Gerhart v. Graevenitz, »Der Dicke im schlafenden Krieg. Zu einer Figur der europäischen Moderne bei Wilhelm Raabe«, Jahrbuch der Raabe-Gesellschaft (1990), 1–21, 11.Google Scholar
  40. 76.
    Vgl. auch Johann Gottfried Schnabel, Der im Irrgarten der Liebe herumtaumelnde Kavalier, mit einem Nachwort von Hans Mayer und 14 Illustration der Zeit, München 1968, 190, 227, 234, 241, 327, 343.Google Scholar
  41. 78.
    Zum neugierigen Gelehrten vgl. Werner von Koppenfels, »The Curious Man. Bild und Zerrbild des Gelehrten in der englischen Literatur des 17. Jahrhunderts«, in: Res Publica Litteraria. Die Institutionen der Gelehrsamkeit in der frühen Neuzeit, hrsg. von Sebastian Neumeister und Conrad Wiedemann, Teil I, Wiesbaden 1987, 239–261.Google Scholar
  42. 80.
    Zu Ursprüngen und Phänomenologie des thematisierten Erzählens vgl. Hans Rudolf Picard, Der Geist der Erzählung. Dargestelltes Erzählen in literarischer Tradition, Bern, Frankfurt a. M., New York, Paris 1987.Google Scholar
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    Vgl. Jan Graf Potocki, Die Abenteuer in der Sierra Morena oder Die Handschriften von Saragossa, Roman, aus dem Französischen neu übersetzt und mit Anmerkungen von Werner Creutziger hrsg. und mit einem Nachwort von Leszek Kukulski, mit sieben Bildern von Almut Gernhardt, Zürich 1991, S53–S77, 204, 675, 687, 695, 719, 730, 757, 763, 793, 801, 802, 803;Google Scholar
  44. zu Potocki vgl. auch Ulrich Döring, Reisen ans Ende der Kultur. Wahrnehmung und Sinnlichkeit in der phantastischen Literatur Frankreichs, Frankfurt a. M., Bern, New York, Paris 1987, 116–125, 356–371.Google Scholar
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  46. 84.
    Michel Foucault, Sexualität und Wahrheit, Bd. I: Der Wille zum Wissen, übers, von Ulrich Raulf und Walter Seitter, Frankfurt a. M. 1977, 15.Google Scholar
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    Vgl. Christian Hannick, »Cyrillus und Methodius«, in: Theologische Realenzyklopädie, Bd. VIII, Berlin, New York 1981, 266–270.Google Scholar
  48. 88.
    Vgl. Walter Benjamin, »Der Erzähler. Betrachtungen zum Werk Nikolai Lesskows«, Gesammelte Schriften, unter Mitwirkung von Theodor W Adorno und Gershom Scholem hrsg. von Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser, Bd. II.2, Frankfurt a. M. 1977, 438–465, 1276–1315, 439.Google Scholar
  49. 90.
    Vgl. Michael Winter, »Utopische Anthropologie und exotischer Code. Zur Sprache und Erzählstruktur des utopischen Reiseromans im 18. Jahrhundert«, in: Erzählforschung, hrsg. von Wolfgang Haubrichs, Bd. III, Göttingen 1978, 135–175, 143.Google Scholar
  50. 93.
    Vgl. auch das Kapitel »Generative Word Play: The Outer Limits of the Novel Genre« in: Linda Hutcheon, Narcissistic Narative. The Metafictional Paradox, New York, London 1984, 118–137.Google Scholar
  51. Zur Reziprozität von Ordnung und Unordnung in metafiktionaler Perspektive vgl. außerdem Peter Stoicheff, »The Chaos of Metafiction«, in: Chaos and Order. Complex Dynamics in Literature and Science, ed. by N. Katherine Hayles, Chicago, London 1991, 85–99, 93 f.Google Scholar
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    Vgl. Dietrich Grohnert, Untersuchungen zu Inhalt und Struktur von Johann Gottfried Schnabels Roman »Die Insel Felsenburg«, Diss, masch. Potsdam 1975, Kap. »Die Zerstörung der Abbildkonzeption in den Lebens- und Reiseberichten der Teile III und IV des Romans«, 158 ff.Google Scholar
  53. 97.
    Vgl. grundsätzlich Karlheinz Stierle, »Die Verwilderung des Romans als Ursprung seiner Möglichkeit«, in: Hans Ulrich Gumbrecht (Hrsg.), Literatur in der Gesellschaft des Spätmittelalters, Begleitreihe zum GRIMA, Bd. I, Heidelberg 1980, 252–313.Google Scholar
  54. 107.
    Vgl. Julia Kristeva, »Zu einer Semiologie der Paragramme«, aus dem Französischen übersetzt von Michel Korinman und Heiner Stück, aus: Helga Gallas (Hrsg.), Strukturalismus als interpretatives Verfahren, Darmstadt, Neuwied 1972, 163–200, 267–269, 171: »›Lesen‹ weist also auf eine aggressive Teilnahme, auf eine aktive Aneignung des anderen hin.Google Scholar
  55. 108.
    Vgl. Hermann Ullrich, »Einleitung«, in: Die Insel Felsenburg von Johann Gottfried Schnabel, Erster Theil (1731), hrsg. von Hermann Ullrich, Berlin 1902, III–LII, XLVf.Google Scholar
  56. 110.
    Hans Ehrenzeller, Studien zur Romanvorrede von Grimmelshausen bis Jean Paul, Bern 1955 demonstriert, wie aus der rhetorischen Formel der Vorrede ein literarisches Motiv wurde.Google Scholar
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    Vgl. Harald Weigel, Nur was du nie gesehn wird ewig dauern. Carl Lachmann und die Entstehung der wissenschaftlichen Edition, Freiburg 1989, 14.Google Scholar
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    Dietrich Grohnert, »Schnabels ›Insel Felsenburg‹. Aufbau und Verfall eines literarischen sozialutopischen Modells«, Weimarer Beiträge, 35/4 (1989), 602–617, 602 ff.Google Scholar
  60. 123.
    Johann Wolfgang von Goethe, Aus meinem Leben: Dichtung und Wahrheit, Werke, Hamburger Ausgabe in 14 Bänden, Bd. IX: Autobiographische Schriften I, textkrit. durchges. von Lieselotte Blumenthal, komment. von Erich Trunz, München 1982, 35.Google Scholar
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  62. Vgl. Martin Stern, »Die wunderlichen Fata der ›Insel Felsenburg‹. Tiecks Anteil an der Neuausgabe von J. G. Schnabels Roman (1828). Eine Richtigstellung«, DVjs, 40 (1981), 109–115, 110.Google Scholar
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    Achim von Arnim, Der Wintergarten, Werke in sechs Bänden, Bd. III: Sämtliche Erzählungen 1802–1817, hrsg. von Renate Moering, Frankfurt a. M. 1990, 69–423, 1052–1183, 74 (Zitate künftig im fortlaufenden Text).Google Scholar
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    So Arnim an Görres, 28. 4. 1809, vgl. Achim von Arnim, Der Wintergarten. Novellen, in: Sämtliche Romane und Erzählungen, Bd. II, hrsg. von Walther Migge, Darmstadt 1963, 123–435, 870–893, 881.Google Scholar
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  66. 150.
    Jörg-Ulrich Fechner, »Drei Stufen deutscher Schelme. Zu Beer — Reuter — Schnabel. Mit einigen allgemeinen Überlegungen zur Gattung des Schelmenromans«, in: Il picaro nella cultura Europea, hrsg. von Italo Michele Battafarano und Pietro Taravacci, Gardolo di Trento 1989, 291–320, 309.Google Scholar
  67. vgl. Johann Gottfried Schnabel, Der im Irrgarten der Liebe herumtaumelnde Cavalier, München 1981!Google Scholar
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    Vgl. Peter Prange, Das Paradies im Boudoir. Glanz und Elend der erotischen Libertinage im Zeitalter der Aufklärung, Marburg 1990, 128.Google Scholar
  69. 153.
    vgl. Herbert Singer, Der galante Roman, Stuttgart 21966, 33–35.Google Scholar
  70. 157.
    Zum Verhältnis von Brief und Roman vgl. Barbara Vinken, Unentrinnbare Neugierde — Die Weltverfallenheit des Romans. Richardsons Clarissa und Laclos’ Liaisons dangereuses, Freiburg i. B. 1991, 204 ff., 208Google Scholar
  71. 158.
    Franz Spelman, »Vorwort«, Cavalier (1981), 5 f., 6: »Schnabels Erotik spielt mit dem Reiz des Verhüllten, des nur halb Gesagten.«Google Scholar
  72. 160.
    Vgl. dazu Singer, Der galante Roman, 46. Grundsätzliches zum galanten Roman, allerdings in teleologischer Ausrichtung auf die Herausbildung des Subjekts, bei Bernhard Fischer, »Ethos, Konvention und Individualisierung. Probleme des galanten Romans in Chr. F. Hunolds Europäischen Höfen und im Satyrischen Roman«, DVjs, 63/1 (1989), 64–97.Google Scholar
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    Georg Steinhausen, »Galant, Curiös und Politisch. Drei Schlag- und Modeworte des Perücken-Zeitalters«, Zeitschrift für den deutschen Unterricht, 9 (1895), 22–37, 28;Google Scholar
  74. Else Thurau, »Galant«, ein Beitrag zur französischen Wort- und Kulturgeschichte, Hildesheim 1975 (Nachdruck der Ausgabe Frankfurt a. M. 1936), zur Kleidung des galand ebd., 35 f.Google Scholar
  75. 163.
    Vgl. Volker Meid, Der deutsche Barockroman, Stuttgart 1974, 12.Google Scholar
  76. 172.
    E.T.A. Hoffmann, Das steinerne Herz, in: ders., Poetische Werke, II. Bd.: Die Elixiere des Teufels. Nachtstücke, Berlin 1958, 697–725, 752–754, 703.Google Scholar
  77. 173.
    vgl. Günter Oesterle, »Arabeske, Schrift und Poesie in E. T. A. Hoffmanns Kunstmärchen ›Der goldene Topf‹«, Athenäum. Jahrbuch für Romantik (1991), 69–107.Google Scholar

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