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Jommellis Kirchenkompositionen während seiner Stuttgarter Zeit

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Zusammenfassung

Sowohl nach eigenem Verständnis wie auch im Bewußtsein seiner Zeit und der Nachwelt war Niccolò Jommelli hauptsächlich ein Komponist von Opern; in dieser Selbst- und Fremdeinschätzung unterscheidet er sich kaum von älteren Komponisten wie dem 1699 geborenen Johann Adolf Hasse oder jüngeren wie Antonio Sacchini (geb. 1730), und noch Wolfgang Amadeus Mozart hat sich bekanntlich vor allem als ein Opernkomponist gefühlt. Daß Jommelli, nicht anders als seine genannten Zeitgenossen, darüber hinaus ein produktiver Komponist in den unterschiedlichen Genres geistlicher Musik gewesen ist, tritt demgegenüber meistens in den Hintergrund — von Instrumental- und Kammermusik ganz zu schweigen. Die Hauptursache für diese Rangreihung liegt auf der Hand, denn damals wie heute zogen spektakuläre Operninszenierungen die Aufmerksamkeit erheblich stärker auf sich als kirchenmusikalische Aufführungen, denen in ihrer Bindung an den Gottesdienst eine der Liturgie untergeordnete Funktion zukommt. So suchten auch die kulturell ambitionierten Höfe des 18. Jahrhunderts — ob in Dresden, Stuttgart oder anderenorts — sich durch die Verpflichtung namhafter Opernkomponisten gegenseitig in ihrer musikalischen Reputation zu überbieten.

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Notizen

  1. 1.
    Vgl. Wolfgang Hochstein, Die Kirchenmusik von Niccolò Jommelli (1714–1774) unter besonderer Berücksichtigung der liturgisch gebundenen Kompositionen (2 Bde.), Hildesheim 1984. Die Quellen der genannten Werke sind aus Band 2 (Werkverzeichnis) ersichtlich.Google Scholar
  2. 3.
    Vgl. Wolfgang Hochstein, Niccolò Jommelli (1714–1774) als Vizekapellmeister an S. Pietro in Rom, in: Die Musikforschung, 33. Jg. 1980, S. 189–194.Google Scholar
  3. 4.
    Hermann Abert, Niccolò Jommelli als Opernkomponist. Mit einer Biographie, Halle 1908, S. 66f.Google Scholar
  4. 12.
    Vgl. Marita Petzoldt McClymonds, Artikel »Jommelli, Nicolò« in: The New Grove Dictionary of Music and Musicians, Bd. 9, London 1980, S. 695.Google Scholar
  5. 15.
    Vgl. Magda Marx-Weber, Römische Vertonungen des Psalms Miserere im 18. und frühen 19. Jahrhundert, in: Geistliche Musik. Studien zu ihrer Funktion im 18. und 19. Jahrhundert (= Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft Bd. 8, hrsg. von C. Floros, H. J. Marx und P. Petersen), Laaber 1985, S. 7–43, bes. S. 7–10 und 27f.Google Scholar
  6. 17.
    James Bryan Savage, The »Wurttemberg« Te Deum of Niccolò Jommelli, Ann Arbor (University Microfilms) 1984, S. 68 und 124. Das in der Musiksammlung der Bayerischen Staatsbibliothek (D-Mbs) unter der Signatur Mus. Mss. 1171 verwahrte Exemplar trägt weder auf dem Außen- noch auf dem Innentitel eine Datierung der Komposition (schriftliche Bestätigung der Bibliothek an den Verfasser vom 7. September 1993).Google Scholar
  7. 23.
    Vgl. Anthony van Hoboken, Joseph Haydn. Thematisch-bibliographisches Werkverzeichnis, Bd. 2, Mainz 1971, S. 82.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1996

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