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Goethes praktische Theaterarbeit

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Zusammenfassung

Eine eigentümlich reziproke Beziehung schien zwischen dem Theaterpraktiker und dem Dramatiker G. zu walten. Es ist ein nicht zu übersehendes biographisches Faktum, daß in Zeiten intensiver Theaterarbeit die dramatische Produktion weitgehend zum Erliegen kam, während sie bei theatraler Abstinenz geradezu aufblühte. G.s Dramen waren immer wieder dem Verdacht geringer Bühnentauglichkeit ausgesetzt, obgleich er sich von einer ausschließlich literarischen Dramatik, die sich nicht zugleich auch an den Erfordernissen des Theaters orientierte, immer wieder distanzierte. Gegenüber David Joseph Veit bekannte er: »Man muß wissen, wie viel unangenehme Teile dazu gehören, bis ein Ganzes angenehmen Effekt macht. Kurz: so wie die Leute reden und schreiben, das heißt meistenteils, ein Stück als Zuschauer schreiben. Hinter die Bühne muß man; man muß die Maschinen und die Leitern kennen« (Veit an Rahel Levin, 19.10. 1794).

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