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»Dialogisierte Musik« Wagners Mozart-Interpretation und die Grundlagen einer anti-wagnerischen Opernästhetik

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Zusammenfassung

In der Abhandlung »Über das Opern-Dichten und -Komponieren im besonderen«, die 1879 in den »Bayreuther Blättern« erschien, schrieb Wagner über Mozarts »Nozze di Figaro«: »Der Dialog wird hier ganz Musik, und die Musik selbst dialogisiert, was dem Meister allerdings nur durch eine Ausbildung und Verwendung des Orchesters möglich wurde, von welcher man bis dahin, und vielleicht noch bis heute, keine Ahnung hatte.«1 Daß Wagner an das Finale des zweiten Aktes, und zwar vor allem an den Allegro-Teil des Terzetts zwischen dem Grafen, der Gräfin und Susanna (B-Dur, »Susanna, son morta«) dachte, ist nahezu selbstverständlich, denn das Prinzip, daß die Musik nicht nur einen Dialog in Töne faßt, sondern selbst zu dialogisieren scheint, ist, wie auch Arnold Schönberg erkannte, nirgends in der musikalischen Weltliteratur deutlicher ausgeprägt worden.

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Anmerkungen

  1. 2 Thr. Georgiades: »Aus der Musiksprache des Mozart-Theaters«, in: Kleine Schriften, (Tutzing 1977), S. 10Google Scholar
  2. 11 Vgl. E. Staiger: »Die Zeit als Einbildungskraft des Dichters«, (Zürich 2/1953).Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

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