Advertisement

Ausblick — Epistemologische Stufe

Chapter
  • 41 Downloads

Zusammenfassung

Wir stehen am Ende des Wegs durch die ästhetischen Juxtapositionen einer doppelten Ästhetik, die uns von Boileau bis zum Boileau-Leser Nietzsche geführt haben. Die ästhetische Begriffsbildung hat sich als ein feingesponnenes Netz intertextueller Beziehungen erwiesen, in denen der gliedernde Dreiklang des Aufschreibens/Afrschreibens/ Neuschreibens anschaulich wurde, mit dem Reinhart Koselleck einmal die Arbeit des Historikers charakterisiert hat. Wie jede Gattungsgeschichte ist auch die Theoriegeschichte der Ästhetik Resultat literarischer Prätext/Text-Verschiebungen, in die auch der Literaturhistoriker mit seinem Begriffsregister eingebunden bleibt. Der Status der Textualität eignet der Literaturwissenschaft und der Ästhetik gleichermaßen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Notizen

  1. 2.
    Hugo Spitzer: Apollinische und dionysische Kunst. In: Zs. f. Ästhetik und Allgemeine Literaturwissenschaft 1 (1906) 70–87, 216–248, 411–434 und 542–598.Google Scholar
  2. 3.
    Heinrich Wölfflin: Kunstgeschichtliche Grundbegriffe. Das Problem der Stilentwicklung in der neueren Kunst [1915]. 5. Aufl. München 1921 [61922; 71929], 15ff. und pass.Google Scholar
  3. 4.
    H.[einrich] Wölfflin: Das Problem des Stils in der bildenden Kunst [Vortrag 7. Dez. 1911]. In: Sitzungsberichte der königl. preußischen Akademie der Wissenschaften 31 (1912), 572–578, hier: 572 f.Google Scholar
  4. 5.
    Wilhelm Worringer: Abstraktion und Einfühlung. Ein Beitrag zur Stilpsychologie [Diss. Bern 1907]. München 1981; Fritz Strich: Deutsche Klassik und Romantik oder Vollendung und Unendlichkeit. Ein Vergleich [1922]. 3., veränderte Aufl. München 1928 [Bern 61965]; vgl. Jost Hermand: Literaturwissenschaft und Kunstwissenschaft. Methodische Wechselbeziehungen seit 1900 [1965]. 2., verb. Aufl. Stuttgart 1971 (dort weitere Literatur).Google Scholar
  5. 6.
    Bernard Bosanquet: Three Lectures on Aesthetic. London 1915, 85 ff.Google Scholar
  6. 7.
    Herman Nohl: Die mehrseitige Funktion der Kunst. In: DVjs 2 (1924), 179–192. Nachweise in () im Text. Nohls Überlegungen nehmen den Faden zweier vorangehender Arbeiten auf, und zwar ders.: Stil und Weltanschauung. Jena 1920 sowie ders.: Über den metaphysischen Sinn der Kunst. In: DVjs 1 (1923), 359–369.Google Scholar
  7. 8.
    Christian G. Allesch: Geschichte der psychologischen Ästhetik. Untersuchungen zur historischen Entwicklung eines psychologischen Verständnisses ästhetischer Phänomene. Göttingen, Toronto, Zürich 1987, 255.Google Scholar
  8. 9.
    Peter V. Zima: Literarische Ästhetik. Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft. Tübingen 1991, ix.Google Scholar
  9. 10.
    Theodor W. Adorno: Ästhetische Theorie. Hg. Gretel Adorno, Rolf Tiedemann. Frankfurt/M. 1970 (= Ges. Schriften, 7), 263.Google Scholar
  10. 11.
    Hans Robert Jauß: Ästhetische Erfahrung und literarische Hermeneutik [1982]. Frankfurt/M. 41984, bes. 165–191, hier: 167.Google Scholar
  11. 12.
    Rolf Grimminger: Die Ordnung, das Chaos und die Kunst. Für eine neue Dialektik der Aufklärung. Frankfurt/M. 1986, 134.Google Scholar
  12. 13.
    K. Ludwig Pfeiffer: Die (Neu-)Inszenierung des Anthropologischen: Zur Funktionsgeschichte von Theater und Oper. In: Zs. f. Germanistik NF (1992), H. 1, 7–30, hier: 7.Google Scholar
  13. 14.
    K. Ludwig Pfeiffer: Dimensionen der »Literatur«. Ein spekulativer Versuch. In: Materialität der Kommunikation. Hg. Hans Ulrich Gumbrecht, K. Ludwig Pfeiffer. Frankfurt/M. 1988, 730–762, hier: 736.Google Scholar
  14. 16.
    Siegfried J. Schmidt: Die Selbstorganisation des Sozialsystems Literatur im 18. Jahrhundert. Frankfurt/M. 1989, 406. Zur Kritik am empirio konstruktivistischen Ansatz vgl. Karl Eibl: [Rez.] Gebhard Rusch/Siegfried J. Schmidt: Das Voraussetzungssystem Georg Trakls (1983); Siegfried J. Schmidt: Grundriß der Empirischen Literaturwissenschaft. 2 Bde (1980/82). In: Arbitrium 1984, 230–240; Ralph Gehrke: Was leistet der Radikale Konstruktivismus für die Literaturwissenschaft? In: DVjs 68 (1994), 170–188, der freilich den eigenen Standort der kritischen Theorie unhinterfragt läßt und überdies Eibls frühen Verriß nicht kennt.Google Scholar
  15. 17.
    Georg Stanitzek: [Rez.] Siegfried J. Schmidt: Die Selbstorganisation des Sozialsystems Literatur im 18. Jahrhundert (1989). In: IASL 17 (1992), 181–191, hier: 188.Google Scholar
  16. 20.
    Oskar Walzel: Wechselseitige Erhellung der Künste. Ein Beitrag zur Würdigung kunstgeschichtlicher Begriffe. Berlin 1917, 28; ders.: Gehalt und Gestalt im Kunstwerk des Dichters [1929]. Darmstadt 21957, 115ff.Google Scholar
  17. 21.
    Volker Klotz: Geschlossene und offene Form im Drama [1960]. München 91978, 16.Google Scholar
  18. 22.
    Umberto Eco: Das offene Kunstwerk [ital. 1962]. Frankfurt/M. 1973. Nachweise in () im Text. Vgl. Erich von Kahler: Die Auflösung der Form. Tendenzen der modernen Kunst und Literatur [engl. 1968]. München 1971, der den gleichen Prozeß unter negativem Vorzeichen beschreibt.Google Scholar
  19. 25.
    Fritz Strich: Der lyrische Stil des siebzehnten Jahrhunderts. In: Abhandlungen zur deutschen Literaturgeschichte. Franz Muncker zum 60. Geburtstag. Hg. Eduard Behrend. München 1916, 21–53, hier: 37. Siehe dazu Herbert Jaumann: Die deutsche Barockliteratur. Wertung — Umwertung. Bonn 1975, pass.Google Scholar
  20. 26.
    Walter Benjamin: Ursprung des deutschen Trauerspiels [entst. 1916/1925; gedr. 1928]. In: ders.: Gesammelte Schriften 1.1. Frankfurt/M. 1980 (= werkausgabe, 1), 203–430, hier: 230 f.Google Scholar
  21. 28.
    Niklas Luhmann: Das Kunstwerk und die Selbstreproduktion der Kunst. In: Stil. Geschichten und Funktionen eines kulturwissenschaftlichen Diskurselements, a.a. O., 620–672, hier: 655 (zuerst gekürzt in: Delfin 3 [1984], 51–69).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1995

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations