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Umweltethik als wirtschaftsethische Aufgabe

Philosophisch-theologische Anmerkungen zum Verhältnis von Ökonomie und Ökologie
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Zusammenfassung

›Im Spannungsdreieck von Ökologie, Ökonomie und Ethik sind gegenwärtig alle drei grundlegenden Verhältnisse — das zwischen Ökologie und Ethik, Ökonomie und Ethik sowie zwischen Ökologie und Ökonomie — ungeklärt.‹ Es herrsche dort ›das Dickicht‹ einer ›neuen Unübersichtlichkeit‹, meint Peter Ulrich, Betriebswirtschaftler und Inhaber eines der seltenen Lehrstühle für Wirtschafts- und Unternehmensethik. Aber ›Ökologie und Ökonomie lassen sich — wenn überhaupt — nur wirtschaftsethisch versöhnen.‹1 Bei dieser — völlig zutreffenden — Aussage ist Ulrich gezwungen, eine offene Frage durch eine ebenso offene zu beantworten. ›Wirtschaftsethisch‹ — ›wirtschaftsethish‹? Kann man solche offensichtlichen Gegensätze überhaupt in einem Wort verbinden? Stehen sich Wirtschaft und Ethik nicht unverbunden gegenüber? — mit dieser Frage beginnen auch mehrere Ökonomen ihre Erörterungen über dieses Thema. Befinden sich Wirtschaft und Ethik nicht in verschiedenen Welten? Ein verbreitetes ökonomisches Modell ihres Verhältnisses zueinander ist ja die ›Zwei-Welten-Konzeption‹. Karl Kraus — so berichten Lenk und Maring in der Einleitung zu ihrem Sammelband ›Wirtschaft und Ethik‹ — soll einmal gesagt haben: ›Sie wollen Wirtschaftsethik studieren? Dann entscheiden Sie sich für das eine oder das andere !‹2

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Anmerkungen

  1. 1.
    Peter Ulrich: Lassen sich Ökonomie und Ökologie wirtschaftsethisch versöhnen?, in: Eberhard K. Seifert/Reinhard Pfriem: Wirtschaftsethik und ökologische Wirtschaftsforschung, Bern 1989, 129.Google Scholar
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