Advertisement

Strafsanktionen zur Unterdrückung unsittlicher und blasphemischer Äußerungen

Chapter
  • 38 Downloads

Zusammenfassung

Während Aufsicht, Prüfung und Indizierung verwaltungstechnisch die Form kontinuierlicher Kontrolle annahmen, die Freiheit ganzer Medienbereiche unmittelbar beeinträchtigten und auf sehr direkte Art politischen und gesellschaftlichen Einflüssen ausgesetzt waren, haben wir es bei der Bestrafung verbotener Meinungsäußerungen durch die ordentlichen Gerichte mit einer Nachzensur zu tun, die in der Regel mit dem Einzelfall, bzw. einer Einzelperson befaßt war, nur im Falle der Strafverfolgung wirksam wurde und durch die relative Unabhängigkeit der Richter mit größerer Selbständigkeit vonstatten ging, zugleich aber über empfindliche Zwangsmittel verfügte. Die Normen, nach denen die Gerichte bei der Sanktion von Meinungsdelikten verfuhren, basierten ebenfalls auf Gesichtspunkten der Ordnung und Sittlichkeit, jedoch waren sie stärker an formelle Rechtsvorschriften gebunden, die auch die Rechtsgüter der von der Zensurierung betroffenen Personen und Einrichtungen berücksichtigten.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1995

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations