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Einleitung

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Zusammenfassung

Die Forschung hat der Zensur der Weimarer Republik, soweit sie ihr bisher Beachtung schenkte, eine sehr unterschiedliche Bedeutung zugemessen. Im Gegensatz zu Spezialuntersuchungen zur Innenpolitik, zur politischen Justiz oder zur Publizistik, die mit dem Hinweis auf massive Eingriffe in die Meinungsfreiheit die Kontinuität und den Einfluß repressiver Tendenzen aufzeigen,1 wird in allgemeineren historischen Darstellungen oft das relativ unbehinderte kulturelle Leben jener Zeit betont. So meinte der Historiker Hagen Schulze in seinem 1982 erschienenen Band Weimar: Deutschland 1917–1933: »Nie zuvor in der deutschen Geschichte sind Künste und Wissenschaften so frei gewesen wie jetzt,«2 während Walter Laqueur schon ein paar Jahre frührer in einer kulturgeschichtlichen Darstellung befunden hatte: »Gelegentlich griff die Zensur ein; im ganzen aber war das Klima liberal, liberaler wenigstens als in allen anderen Staaten zu jener Zeit.«3

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Quellen und Anmerkungen

  1. 2.
    Hagen Schulze, Weimar: Deutschland 1917–1933, S. 129.Google Scholar
  2. 3.
    Walter Laqueur, Weimar. A Cultural History 918–1933, S. 225; Übersetzung des Zitats vom Verfasser.Google Scholar
  3. 14.
    Vgl. Ludwig Leiss, Kunst im Konflikt. Kunst und Künstler im Widerstreit mit der Obrigkeit, Berlin; New York: DeGruyter, 1971.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1995

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